Alle Beiträge von Michael

Menschen über Profite

Demonstration und Straßenfest für Abrüstung und Frieden

Ein Blickfang war das Transpi der Friedensinitiative – mit Foderungen, denen nur wenige widersprechen.

Gemeinsam mit zahlreichen anderen Organisationen unterstützte die Friedensinitiative die Demonstration und das Strassenfest für Abrüstung und Frieden. Dem Strassenfest mit der „Küche für alle“ und Live-Musik hätten wir mehr Teilnehmer*innen gewünscht. Die Demonstration allerdings erzielte in der gefüllten Innenstadt große Aufmerksamkeit.

Nur ein sofortiger Waffenstillstand macht Tod und Zerstörung ein Ende.

Während Konzerne satte Extraprofite einsacken, werden die Menschen im Land für Aufrüstung und Krieg kräftig zur Kasse gebeten

Aufrüstung und Krieg sind Konsequenz eines Systems, dass auf Wachstum und somit auf Expansion setzt.

In mehreren Beiträge wurde auf den Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Krieg hingewiesen.

Auch Erdogan führt einen Angriffskrieg

Nicht vergessen wurde in den Redebeiträgen der Angriffskrieg des NATO-Partners Türkei in Syrien und dem Irak.

Auch vor 8 Jahren, beim Femizid und Genozid an den Ezid*innen, stand das Erdogan-Regime auf der Seite der Täter.

Menschen über Profite – Demonstration und Straßenfest

Demo – Straßenfest – „Küche für alle“

Der Weg in den Supermarkt war noch nie so frustrierend wie aktuell. Gefühlt können wir den Preisen beim Steigen zuschauen. Auf der anderen Seite unser Einkommen, das irgendwie von Inflation gar nichts zu merken scheint. Wo landet das Geld, das wir mehr zahlen, das aber nicht wieder bei uns ankommt?

Im vergangen Jahr haben deutsche Konzerne einen neuen Rekord aufgestellt: Die Ausschüttung von Dividende an ihre Aktionär*innen war so hoch wie noch nie. Für das Jahr 2022 wird je nach Prognose nochmal von 50% mehr ausgegangen. Trotz Corona und Krieg geht es den Konzernen offenbar blendend. Dank uns.

Damit die saftigen Profite auch weiterhin so bleiben, hat beispielsweise Dr. Oetker bereits weitere Preissteigerungen angekündigt. Und ist damit nicht alleine. Die Bundesregierung ändert nun Gesetze, damit Energiekonzerne ihre Mehrausgaben auf uns auslagern. Die Mehreinnahmen bleiben selbstverständlich bei den Konzernen.

Steigen unsere monatlichen Kosten also aus Solidarität mit den Menschen in der Ukraine? Sicher nicht. Wir müssen blechen, damit auf Aktionärsversammlungen weiterhin der Schampus fließt.

Hoffnungen in ein 100 Mrd. Sonderbudget für UNS wurden von der aktuellen Regierung bereits beantwortet. Wirtschaftsminister Robert Habeck sagt: „Die kriegst du nicht, Alter!“. Während die Abgeordneten sich eine Diätenerhöhung gönnen, läuft es bei uns also auf klassische Diäten hinaus. Niemand hat uns gefragt, ob wir überhaupt für Konzernprofite und Rekord-Dividenden sorgen wollen, aber dass wir den Gürtel enger schnallen müssen, wurde bereits entschieden.

Wir haben keine Lust auf Diät oder vorgegebene Duschzeiten! Wir wollen im Winter nicht frieren und dafür trotzdem mehr zahlen! Wir wollen uns Allen das Leben leisten können und nicht Wenigen ihren Überfluss!

Unsere Solidarität gilt nicht den Aktionär*innen, sondern allen, die unter den steigenden Preisen leiden. Sie gilt nicht den Rüstungskonzernen, sondern den Menschen, die vor Krieg und Hunger fliehen, egal wo.

Kommt am 30.07.22 um 15 Uhr zur Demonstration am Hauptbahnhof und ab 17 Uhr zum Straßenfest auf dem Kesselbrink. Es gibt „Küche für alle“, niemand muss zahlen!

Blumen für Stukenbrock

MAHNEN UND GEDENKEN zum Antikriegstag 2022

Wir appellieren anlässlich des Antikriegstages 2022 an die Verantwortlichen in Parlament und Regierung, den Friedensauftrag des Grundgesetzes zu erfüllen, sich jeglicher Kriegsbeteiligung zu widersetzen und statt eines 100-Milliarden Euro-Aufrüstungsprogramms diese Mittel für eine sichere Umwelt und sozialen Fortschritt einzusetzen.

TÜRKEI – AUF DEM WEG IN DIE AUTOKRATIE? KRIEG, GRAUE WÖLFE, ERPRESSUNG

Veranstaltungsreihe in Bielefeld

Keine Anmeldung nötig, Eintritt frei!

Donnerstag, 21.07.2022

„Der Krieg der Türkei in Nordsyrien“

19:00 – 21:00 Uhr, VHS Bielefeld, Murnau-Saal, Ravensberger Park 1

Donnerstag, 08.09.2022

„Deutschland und Türkei: Eine fatale Beziehung“

19:00 – 21:00 Uhr, VHS Bielefeld, Historischer Saal, Ravensberger Park 1

Dienstag, 15.11.2022

„Türkischer Rechtsradikalismus und die Grauen Wölfe“

19:00 – 21:00 Uhr, VHS Bielefeld, Historischer Saal, Ravensberger Park 1

Organisierende: VHS Bielefeld & Initiative für Frieden und Hoffnung in Kurdistan e.V.

Wir zahlen nicht für Eure Kriege

Inge Höger, ehemalige Bundestagsabgeordnete der LINKEN  – Mitglied im Verteidigungsausschuss und Unterausschuss Abrüstung

Rede 2. Juli 2022 Wir zahlen nicht für Eure Kriege (Es gilt das gesprochene Wort)

Liebe Friedensfreund*innen!

Vielen Dank dass so viele in diesen schwierigen Zeiten nach Berlin gekommen sind um gegen den Krieg zu demonstrieren. In den Mainstreammedien wird uns tagtäglich erzählt, dass es von vorgestern sei, gegen Kriege und gegen Waffenlieferungen zu sein. Aber wir sind weder Putin noch NATO-Versteher*innen und demonstrieren hier gegen den Krieg in der Ukraine und gegen Waffenlieferungen und Sanktionen.

Wir sagen NEIN zum Krieg!

Wir demonstrieren hier heute gegen den völkerrechtswidrigen Krieg Russlands in der Ukraine und gegen alle Kriege in der Welt. Wir demonstrieren gegen Tod und Zerstörung, für Frieden und eine zivile und soziale Zeitenwende. Der Krieg ist nicht nur ein Krieg Russlands gegen die Ukraine, er ist auch ein Krieg um die Ukraine, ein Machtkampf zwischen der NATO, der EU und den USA auf der einen und Russland auf der anderen Seite, ein Stellvertreter*innenkrieg auf dem Rücken der ukrainischen Zivilbevölkerung.

Dieser Krieg hat inzwischen durch die Sanktionen, durch den Versuch Russland durch einen Wirtschaftskrieg zu ruinieren die ganze Welt erfasst. Die Sanktionen treffen vor allem die Bevölkerung in Russland und durch die Verteuerung der Energie- und Lebensmittelpreise die Menschen weltweit. Zusätzlich treiben Spekulationen mit Preisen die Preise für Nahrung und Energie weiter in die Höhe. Die fehlenden Weizen- und Düngemittellieferungen aus Russland und der Ukraine bei weiter steigenden Preisen werden absehbar eine weltweite Hungerkrise auslösen. Neben der Ausbeutung von Ressourcen und der Zerstörung der Umwelt verschärfen sich durch den Krieg Hunger und Armut weltweit. Die Menschen sollen hungern und frieren für einen Krieg, der nicht der ihre ist.

Wir fordern einen sofortigen Waffenstillstand und Schluss mit Waffenlieferungen und Sanktionen!

Nach Beginn des Krieges in der Ukraine hat Bundeskanzler Scholz eine Zeitenwende verkündet. 100 Mrd. Euro Schulden sollen fürs Militär aufgebracht werden. Mit den vom Militär lange gewünschten neuen Waffen hätte die Bundeswehr die dritt-größte Armee der Welt – gleich nach den USA und China. Diese Aufrüstungspolitik ist brandgefährlich und wird nur zu weiteren Kriegen führen. Den Krieg in der Ukraine wird diese Militarisierung nicht beenden. Aber dafür sind die 100 Mrd. auch nicht gedacht. Sie dienen auch nicht der Landesverteidigung, sondern sollen zur Kriegsführung befähigen. Auch deshalb sagen wir:

Wir zahlen nicht für Eure Kriege! Das Geld wird dringend benötigt für mehr Klimaschutz, für Bildung, Gesundheit und Soziales.

An diesem Aufrüstungsprogramm sieht man, wie schnell Geld zu mobilisieren ist, wenn die herrschende Klasse es will. Das bedeutet aber auch, der Umstieg auf erneuerbare Energie, für eine nachhaltige Klimapolitik und eine Verkehrswende mit mehr und besserem öffentlichen Nahverkehr ist möglich und finanzierbar! Auch die Finanzierung eines guten gesunden Gesundheitswesens mit mehr Personal in Krankenhäusern und Pflege ist möglich. Gut ausgestattete Schulen, Universitäten und Kitas mit mehr Personal sind finanzierbar.

Wir wollen eine zivile, demokratische und soziale Zeitenwende!

Aktuell schlagen die Folgen der Pandemie und die Folgen des Krieges in Form einer rasenden Inflation auf abhängig Beschäftigten, die Erwerbslosen und Rentner*innen durch. Armut breitet sich aus. Im nächsten Winter werden viele ihre Strom- und Gasrechnungen nicht mehr bezahlen können. Stadtwerke befürchten bereits Pleiten, weil sie die Ausfälle nicht kompensieren können.

Bereits jetzt sparen mehr als 50% der Erwerbstätigen mit niedrigem Haushaltseinkommen bei Lebensmitteln, Getränken und auch Kleidung. Die Explosion bei den Energiepreisen reist dicke Löcher in die Haushaltskassen. Die soziale Ungleichheit im Lande hat sich massiv verschärft. Die Reichen werden weltweit immer mehr und immer reicher und Armut breitet sich rasant aus. Weltweit nimmt Armut und Hunger zu.

Wir machen Eure Kriegslogik nicht mit!

Wir fordern gemeinsame Entwicklung statt Aufrüstung!

Wir brauchen die 100 Mrd. Euro für Investitionen in Klimaschutz und die Energiewende, in eine bessere Gesundheitsversorgung und gute Bildung für alle.  Wir brauchen eine soziale Zeitenwende statt Profitwirtschaft!

Entgegen all diesen Forderungen an eine solidarische und gerechte Gesellschaft haben sich die führenden Industrienationen auf dem G7-Gipfel darauf verständigt ihren Wirtschaftskrieg gegen Russland zu verstärken. Dafür nehmen sie auch hin, ihre Klimaziele nicht zu erreichen und wollen wieder mehr Kohle und Frackinggas einzusetzen.

Wir sagen NEIN zu Aufrüstung und Kriegen und fordern ein Umsteuern gegen die Klimakatastrophe, bevor es zu spät ist!

Wir sagen NEIN zur Aufrüstung und JA zu einer ökosozialistischen Zukunft!

„100 Milliarden für Soziales, Gesundheit, Bildung, Kultur und Klima“

Der Anfang ist gemacht! Bis zu 5000 Menschen forderten am Samstag in Berlin einen sofortigen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine, den Stopp des irrwitzigen Aufrüstungsprogrammes der Bundesregierung und ein Ende aller Kriege. Der einzige Weg zum Frieden führt über Abrüstung, Deeskalation, Diplomatie und soziale Gerechtigkeit weltweit!

Zig-Milliarden fehlen für den Klimaschutz

Statt dem 100-Milliarden-Kriegskredit fordern die Teilnehmer*innen Investitionen in die öffentliche Energie- und Verkehrsinfrastruktur, in die Sanierung von Schulen und Hochschulen, in den personellen Ausbau des Gesundheitswesens, in sanktionsfreie soziale Mindestsicherungen und in die Förderung von Museen, Theatern, Kinos und Bücherhallen.

Ebensoviel fehlt für Soziales, besonders in Zeiten explodierender Preise
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Friedensinitiative verteilt 100.000 Euro auf Straßenfest

Bereits zum dritten Mal war die Friedensinitiative Bielefeld/OWL in Bielefeld unterwegs, um über die Konsequenzen des von Bundestag und Bundesrat beschlossenen 100-Milliarden-Aufrüstungsprogramms zu informieren. Rund 100.000 Euro verteilte die Friedensinitiative auf dem Straßenfest des IBZ Friedenshauses. Die Bürgerinnen und Bürger kamen allerdings im Gegensatz zu den Hauruck-Entscheidungen der Bundesregierung dieses Mal selbst zu Wort und konnten über die Verwendung des Geldes entscheiden. Das Ergebnis war deutlich.

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