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Abrüsten statt Abrüstungsverträge kündigen, Atomkrieg verhindern!

Kündigung des INF-Vertrages erhöht Kriegsgefahr

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt aus dem INF-Vertrag auszusteigen. Mit diesem Abkommen hatten die Vereinigten Staaten und die damalige Sowjetunion vereinbart, ihre nuklearen Kurz- und Mittelstreckenraketen zu verschrotten und keine neuen zu beschaffen. Damit wurde im Jahre 1987 eine Ära der nuklearen Aufrüstung beendet und die drohende Gefahr eines Atomkrieges vermindert.

1979 beschloss die NATO die Stationierung neuer atomarer Mittelstreckenwaffen in Westeuropa. Der neu gewählte US-Präsident Ronald Reagan erhöhte ab 1980 die Rüstungsausgaben der USA enorm. Die Produktion von Mittelstreckenraketen wurde verdreifacht und die Neutronenbombe wurde gebaut. Nur einmal war die Welt zuvor näher an einem Atomkrieg: während des Koreakrieges 1953.

In Westeuropa und den USA entstand in kurzer Zeit eine breite Friedensbewegung. Im Jahre 1982 demonstrierten in Bonn 500.000 und in New York 1 Million Menschen. Auch in Den Haag, Lissabon, Kopenhagen und Wien gingen Hunderttausende auf die Straße. Es kam zu Menschenketten und Blockaden. Der Widerstand war ein wesentlicher Faktor beim Zustandekommen des INF-Vertrags.

Juni 1982, 500.000 Menschen demonstrieren in Bonn gegen die Stationierung atomarer Mittelstreckenraketen (Quelle: Wikipedia)

Wie während des Koreakrieges und der 1980er-Jahre steht die Welt auch heute wieder am Rande eines Atomkrieges. Der angekündigte Ausstieg aus dem INF-Vertrag ist nur die Fortsetzung einer Politik der massiven Aufrüstung und einer aggressiven Ausdehnung der NATO. Auch die Manöver der NATO an der russischen Grenze werden immer größer.

Abrüsten ist deshalb das Gebot der Stunde. Die Friedensinitiative Bielefeld und Ostwestfalen verlangt die Kürzung der Rüstungsausgaben und die Verwendung der freiwerdenden Mittel für Schulen und Kitas, sozialen Wohnungsbau, Krankenhäuser, öffentlichem Nahverkehr, kommunale Infrastruktur, Alterssicherung, ökologischen Umbau und internationale Hilfe.

Legitimes Mittel des Widerstandes: Blockade der US-Raketenbasis in Mutlangen. Foto: Udo Leuschner

Im Juli 2017 wurde in den Vereinten Nationen ein Abkommen zum Verbot von Atomwaffen angenommen. ICAN — die internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen — wurde deswegen 2017 der Friedensnobelpreis verliehen. Die deutsche Bundesregierung lehnt es ab dem Vertrag beizutreten.

Die Friedensinitiative Bielefeld und Ostwestfalen fordert den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag und den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland.

Es muss alles dafür getan werden um den INF-Vertrag zu erhalten.

Kontakt: , Monika Greve 0176-45010114

https://bielefelder-friedensini.de/

https://abruesten.jetzt/

https://www.icanw.de/aktivitaten/petition-unterschreiben/

 

Erdogan not Welcome!

Breiter Widerstand auch in Bielefeld gegen deutsch-türkische Komplizenschaft

Mit bundesweiten Demonstrationen beginnt am 22. September die Aktionswoche gegen den Besuch des türkischen Staatspräsidenten Erdogan. Auch in Bielefeld heißt es am Samstag ab 15 Uhr am Hauptbahnhof „Erdogan not Welcome“. Der Protest richtet sich gegen die Politik der Erdogan-Regierung und die Unterstützung dieser Politik durch die Bundesregierung.

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5 vor 12 – Abrüsten jetzt!

Aktion für den Frieden auf dem Jahnplatz

Die Friedensinitiative Bielefeld und Ostwestfalen gedenkt den Hunderten Millionen Opfern der Kriege. „5 vor 12 – Abrüsten jetzt!“ heißt es deshalb von 11 bis 13 Uhr am Samstag auf dem Bielefelder Jahnplatz. Die Friedensinitiative stellt unter anderem Initiativen für Abrüstung und das Verbot von Atomwaffen vor. Im Anschluss werden Mitfahrgelegenheiten zur Mahn- und Gedenkveranstaltung „Blumen für Stukenbrock“ angeboten. Continue reading