Alle Beiträge von Michael

Rede Bernd Lehne, XR

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Friedensbewegte,

mein Name ist Bernd Lehne und ich spreche hier für die Gruppe XR Bielefeld.

Seit 2018 setzt sich Extinction Rebellion mit gewaltfreien Aktionen zivilen
Ungehorsams gegen die Klimakrise, gegen die fortschreitende Zerstörung der Umwelt
und das Artensterben ein.

Aber die schwerwiegendste Form brutaler Zerstörung von menschlichem Leben,
Lebensgrundlagen und gesellschaftlicher Kultur sind Kriege!

Allein schon die Vorbereitung der Kriege durch Rüstung verschlingt ungeheure
finanzielle und materielle Ressourcen. Und sie befeuert so die Folgen der Klimakrise!
Doch hat die Zunahme weltweiter Hochrüstung der letzten Jahre – die uns viele als
alternativlos aufdrängen – mehr Frieden und mehr Sicherheit in die Welt gebracht?
Oder uns doch eher an den Rand eines Atomkriegs?

Wie sollen wir glauben, dass noch mehr Panzer, Raketen und Atombomber dann alles
besser werden lässt? Schon jetzt zeigt sich z.B., dass wegen des Ukraine-Krieges die
Zahl der hungerleidenden Menschen im globalen Süden drastisch zunimmt!

Jede Stunde berichten uns die Medien über neue Gräuel des Krieges. Mit der
Vermittlung von emotionalisierten Feindbildern, dringt die Akzeptanz von Gewalt zur
Lösung von Konflikten immer weiter in unsere Gesellschaft vor. Für manche gibt es
selbst vor rassistischen Äußerungen in der Öffentlichkeit kein Halt mehr!
Pazifistische Grundhaltungen – wie die der Friedensbewegung – und Konzepte ziviler
Verteidigung dagegen werden zunehmend heftig angegriffen und moralisch diffamiert.

Und darum lasst uns einen Moment innehalten und uns erinnern, warum wir hier
sind:
Erinnern wir uns an die Liebe für unseren wunderschönen Planeten,
der uns und alle Lebewesen nährt.
Erinnern wir uns an die Liebe für die gesamte Menschheit in allen Winkeln dieser Erde.

Und lasst uns einander verbinden mit unserer tiefen Absicht,
all das zu schützen für uns selbst, für alle Lebewesen
und auch für alle Generationen, die nach uns kommen.

Mögen wir in all unseren Aktionen den Mut finden,
allen Menschen mit Frieden, Liebe und Verständnis zu begegnen.
Und lasst diese Liebe aus unseren Worten und Handlungen sprechen.

Denn darum (!) sind wir hier:
Für ein gutes Leben für alle Menschen und alle Lebewesen in Frieden und
Sicherheit!

Vielen Dank!

Keine militärische Aufrüstung in Ostwestfalen-Lippe!

Aktion der Friedensinitiative in der Augustdorfer Kaserne zum „Tag der Bundeswehr“

Mit großer Sorge beobachtet DIE LINKE den massiven Ausbau militärischer Einrichtungen in Ostwestfalen-Lippe. Bis zum Jahre 2020 wollten die Briten ihre Streitkräfte aus Deutschland vollständig abziehen. Jahrelang wurde geplant, wurden Konzepte für die Nutzung der freiwerdenden Gebäude und Flächen entworfen, wurden Kosten verursacht. Es ging um Wohnraum, Räume für Kultur, potenzielle Gewerbeflächen, Flächen für den Naturschutz und einen Nationalpark Senne. Jetzt setzen die Briten rigoros ihr Recht zur dauerhaften Stationierung durch. Es geht darum die Senne neben Stützpunkten in Kenia und Oman zu einem von drei weltweiten Logistikzentren der britischen Streitkräfte auszubauen. Das hat Auswirkungen auf ganz OWL. Inzwischen üben auch deutsche Atombomber über unserer Region.

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Einladung zum Treffen

Stoppt die Kriege – Waffenstillstand und Deeskalation jetzt

Donnerstag, 5.Mai, 20.00 DIDF-Verein, August-Bebel-Straße 74, 33602 Bielefeld Mitte

Es ist das erste Treffen nach dem Ostermarsch. Wir wollen die Aktion auswerten und Verabredungen für  weitere Aktionen treffen.

Tagesordnung:

1. Auswertung Ostermarsch

2. geplante Vorträge

3. Planung und Verabredung weiterer Aktionen. Ideen dazu:

  • Briefe/Besuche Bundestagsabgeordnete, z.B. Ersteinsatz von Atomwaffen, 100 Mrd. Aufrüstungsprogramm, u.ä.
  • Verbesserung Öffentlichkeitsarbeit – Wie können wir mehr Menschen erreichen?
  • Regelmäßige Freitagsmahnwachen/Aktionen?
  • Sonstige Vorschläge

4. Infos zum aktuellen Krieg Erdogans gegen Kurdistan

5. Verschiedenes

Wir freuen uns über bekannte und noch neue Gesichter.

Kontakt: oder

Stoppt die Kriege – Abrüstung und Deeskalation jetzt!

Zahlreiche Organisationen unterstützten den diesjährigen Ostermarsch OWL. Rund 1000 Menschen kamen zusammen um gegen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, Aufrüstung und Waffenexporte zu demonstrieren.

Monika Greve

Monika Greve von der Friedensinitiative begrüßte zum Auftakt am Hauptbahnhof die Teilnehmer*innen. Sie zitierte aus dem Aufruf zum Ostermarsch.

Angelika Claußen

Dr. Angelika Claußen, Präsidentin der IPPNW Europa, sprach zu den Gefahren eines drohenden Atomkrieges.

„So ist das Gespenst eines Atomkriegs in Europa wieder zurückgekehrt.“

Martina Schu

Martina Schu, Bezirksgeschäftsführerin ver.di Bezirk OWL

Wir brauchen dieses Geld dringend für Gesundheit, für Bildung, für Soziales, aber ganz bestimmt nicht zur Befeuerung von weiteren Kriegen. Diese 100 Milliarden haben mit dem Konflikt in der Ukraine nichts zu tun.

Anschließend setzte sich der Demozug in Bewegung. Ein Vertreter der SDAJ betonte die Verantwortung der NATO für die Eskalation:

„Es ist genau die Kriegstreiberei, mit der die NATO und Deutschland schon seit Jahren einen Krieg mit Russland provozieren“

Simon Anhut, ARIWA

Simon Anhut ARIWA

„Demokratische Systeme weltweit sind auf dem Rückzug. Die Arktis schmilzt, der Permafrost taut. Welthunger, Dürren und Wasserknappheit verschärfen sich. Die Frage ist die richtige, aber stellt sie den richtigen Adressaten. Fragt Putin. Fragt Scholz mit seinem 100-Milliarden-Aufrüstungspaket. Fragt alle Kriegstreiber: Haben wir gerade keine anderen Probleme?!“

Bis zur Abschlußkundgebung vor dem Rathaus wuchs die Zahl der Teilnehmenden auf 1000.

Onur Ocak

Onur Ocak sprach für DIE LINKE

„Ich glaube wir haben nicht alles getan, um diesen Krieg zu verhindern. Im Gegenteil. Die Politik unserer Regierungen der letzten 30 Jahre hat sogar Putin das entsprechende Narrativ geliefert, das er jetzt zur Legitimation seines Krieges nutzt.“

Bernd Lehne von Extinction Rebellion XR – Bielefeld bezog Stellung gegen Krieg und Aufrüstung und will mit den Milliarden sinnvollerweise den Klimaschutz stärken.

Allein schon die Vorbereitung der Kriege durch Rüstung verschlingt ungeheure finanzielle und materielle Ressourcen. Und sie befeuert so die Folgen der Klimakrise!“

Berthold Keunecke

Als letzter Redner sprach Berthold Keunecke, Synodalbeauftragter für Friedensbildung im Ev. Kirchenkreis Herford

„Lasst uns unsere Träume leben, lasst uns aus der Eskalation ausbrechen, in die uns die Bilder des Krieges drängen wollen! Lasst uns gemeinsam mit den Friedenskräften in der Ukraine und in Russland, in den USA und weltweit ausbrechen aus dem Denken der Konfrontation und Eskalation – wir verweigern uns dem Vertrauen, dass Waffen und Bomben Sicherheit schaffen könnten!“