Alle Artikel von Michael

Friedensfahrradtour NRW 2021

Start am Samstag, dem 31. Juli um 9 Uhr in Bielefeld, wahrscheinlich am Rathaus

sdr

„Auch in Zeiten von Corona gehen Aufrüstung und Konfrontationspolitik weiter. Daher sind Friedensaktionen dringend angesagt. Wir werden im August wieder eine Woche mit dem Fahrrad für Frieden und Abrüstung unterwegs sein, quer durch NRW, von Bielefeld nach Düsseldorf. Wir erinnern an den 80. Jahrestag des Überfalls Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion, besuchen Gedenkstätten für hier gestorbene sowjetische Kriegsgefangene. Und wir fahren zu Orten der heutigen Konfrontation zwischen NATO und Russland, um dort für Abrüstung und Entspannung zu demonstrieren. Auch das Gedenken an Hiroshima und Nagasaki wird wieder Teil der Tour sein, die Forderung nach atomarer Abrüstung bei uns und weltweit.“

Hier die einzelnen Etappen:

Sa. 31.7.BielefeldStukenbrockWewelsburg66 km
So. 1.8.Wewelsburg(Aktionsvorbereitungen)  
Mo. 2.8.Wewelsburg Soest55 km
Di. 3.8.Soest Dortmund54 km
Mi. 4.8.Dortmund Dülmen62 km
Do. 5.8.Dülmen Hammhinkel57 km
Fr. 6.8.HammhinkelKalkarXanten53 km
Sa. 7.8.Xanten Düsseldorf66 km
So. 8.8.Düsseldorf(Nagasaki- Gedenken und Abschluss)  

1. Mai 2021 in OWL – Solidarität ist Zukunft

Die Friedensinitiative Bielefeld/OWL ruft zur Teilnahme an den diesjährigen Kundgebungen zum 1. Mai auf!

Es werden in diesem Jahr nur Kundgebungen durchgeführt. Es gilt Maskenpflicht und ein Abstandsgebot von mindestens 1,5 Meter zur nächsten Person (ausgenommen Personen aus demselben Hausstand). 

11:00 Uhr Kundgebung auf dem Marktplatz in Detmold

11:00 Uhr Kundgebung auf dem Rathausplatz in Herford

12:00 Uhr Kundgebung auf dem Rathausplatz in Paderborn

11:00 Uhr Kundgbebung auf dem Johanniskirchhof am BÜZ in Minden

11:00 Uhr Kundgebung auf dem Ravensberger Park in Bielefeld

11:00 Uhr Kundgebung am Dreiecksplatz in Gütersloh

Nicht die Profitmaximierung, sondern die Bedürfnisse der Menschen ins Zentrum stellen

Ulla von Care Revolution

Wir, Care Revolution Bielefeld sind Teil eins bundesweiten Netzwerks von über 80 Gruppen und Personen.
Seit vielen Jahren sind wir in den verschiedenen Care Bereichen der sozialen Reproduktion – Hausarbeit, Gesundheit, Pflege Assistenz, Erziehung und Wohnen aktiv. Gemeinsam ist uns hier der Kampf gegen die Bedingungen und Strukturen , die zu sehr schlechter Entlohnung, Überforderung und Zeitmangel führen.
Gemeinsam ist uns aber auch der Kampf, für eine massive Ausweitung in der öffentlichen Daseinsfürsorge.
Das vergangene Jahr in der Corona Pandemie, machte dieses erschreckend deutlich und öffentlich sichtbar.
Unsere Utopie sind Modelle von Sorge-Beziehungen und eine Care-Ökonomie , die nicht die Profitmaximierung, sondern die Bedürfnisse der Menschen ins Zentrum stellt, und die Sorgearbeiten und Care-Ressourcen nicht nach rassistischen, geschlechtlichen oder klassenbezogenen Strukturierungen verteilt.
Wir werden uns, in diesem Jahr ; an der bundesweiten Kampagne “Ein Platz für Sorge” auch in Bielefeld beteiligen. Unser Wunsch ist es mit vielen Menschen/ Büger*Innen gemeinsam öffentlich zu diskutieren und zu überlegen.
Wie könnte eine Gesellschaft, in der die Sorge umeinander und Solidarität miteinander im Mittelpunkt steht, aussehen?
In welchen Formen können wir diese notwendigen Veränderungen zielführend politisch einfordern.
Warum ist die Sorge um Andere so viel weniger Wert als wachsende Profite für Wenige?
Wir würden uns freuen, wenn wir uns im Sommer hierzu gemeinsam treffen. Aufgrund der aktuellen Bedingungen können wir noch keinen konkreten Termin und Ort sagen, wir werden sobald es möglich ist breit veröffentlichen.
Wir freuen uns auf die Gespräche und die Entwicklung von Utopien auch mit euch!

Das Gedächtnis der Menschheit – Bert Brecht (1952)

Friedrich Brünger, Friedensinitiative Bielefeld/OWL

Das Gedächtnis der Menschheit
für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz.
Ihre Vorstellungsgabe für kommende
Leiden ist fast noch geringer.

Die Beschreibungen,
……………………..
von den Gräuel der Atombombe (von mir ergänzt: gemeint sind Hiroshima und Nagasaki)
schrecken … anscheinend (hinzugefügt:) heute nur wenig,
………………………………………………….
Die weltweiten Schrecken der vierziger Jahre scheinen vergessen.
Der Regen von gestern macht uns nicht nass, sagen viele.

Diese Abgestumpftheit ist es,
die wir zu bekämpfen haben,
ihr äußerster Grad ist der Tod.
Allzu viele kommen uns schon heute vor wie Tote,
wie Leute, die schon hinter sich haben,
was sie vor sich haben, so wenig tun sie dagegen.

Und doch wird nichts mich davon überzeugen,
dass es aussichtslos ist,
der Vernunft gegen die Feinde beizustehen.
Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen,
damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde!
Lasst uns die Warnungen erneuern,
und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind!
Denn der Menschheit drohen Kriege,
gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind,
und sie werden kommen ohne jeden Zweifel,
wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten,
nicht die Hände (zerschlagen… geändert zu: ) gebunden werden.

Kampfjets und Bielefelder Philharmoniker

„Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“

Bertold Becker, Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Bielefeld

In den letzten Wochen ist es immer mal wieder deutlich zu hören: Kampfjets
fliegen über Bielefeld. Ihr Dröhnen lässt sensible Menschen sowie Tiere erzittern.
Im Luftraum „Münsterland“, zu dem Bielefeld gehört, sind Kampfjet-Übungen
zurzeit in Höhen von 2.400–6.100 Metern wochentags von 8.00 bis 23.30 Uhr
erlaubt. Mit Beginn des Schabbats, also freitags ab 17 Uhr sind sie über das
Wochenende verboten.

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Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus!

Hubert Kniesburges, Vorsitzender des Arbeitskreises BLUMEN FÜR STUKENBROCK

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,
Antifaschistinnen und Antifaschisten,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
„Wir Leben! Elli und die Kinder.“ Solche Worte – mit austauschbaren Namen – waren am Ende des
Krieges, am 4.April 1945 in Bielefeld über all zu sehen an den hohlen Eingängen zerborstener
Häuser, an Ruinenmauern inmitten von Trümmerwüsten.
„Wir leben!“ – hatte allerhöchsten Mitteilungswert, war zunächst einmal das Wichtigste! Ein erstes
Aufatmen! Die Waffen schwiegen. Keine Bomben mehr, kein Fliegeralarm. KRIEGSENDE.
Hauptsache Frieden – und wir leben.

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