Alle Artikel von Michael

Kunduz: 10 Jahre nach dem Terroranschlag der Bundeswehr

4. September 2009, Kunduz im Nordosten von Afghanistan. Zwei zuvor von Taliban entführte Tanklaster bleiben manövrierunfähig liegen. Die Luftaufklärung meldet rund 100 Menschen in unmittelbarer Nähe der Tanklaster. Georg Klein, Kommandeur der in Kunduz stationierten Bundeswehreinheit, entschließt sich, die Fahrzeuge und die in der Nähe befindlichen Personen „durch den Einsatz von Luftstreitkräften zu vernichten“. Bis zu 142 Menschen sterben, darunter viele Kinder und Jugendliche. Viele Menschen werden teils schwer verletzt.

Aktivist*innen der Friedensinitiative beim „Tag der Bundeswehr“ in der Augustdorfer Kaserne

Das Massaker hätte verhindert werden können. Einer der Piloten der beiden angeforderten US-amerikanischen Bomber verlangte weitere Aufklärung. Das wurde abgelehnt. Ebenso abgelehnt wurde der fünfmalige Vorschlag der Piloten, vor der Bombardierung durch einen Tiefflug die Menschen zu vertreiben. Sieben Jahre nach dem Massaker hat der Bundesgerichtshof Entschädigungsforderungen der Opfer endgültig abgelehnt. Georg Klein wurde inzwischen zum Brigadegeneral befördert.

Die Friedensinitiative Bielefeld und Ostwestfalen fordert:

  • zivile Konfliktlösungen vorantreiben
  • internationale Militäreinsätze beenden
  • die Rüstungsausgaben kürzen
  • den INF Vertrag erneuern
  • den Atomwaffenverbotsvertrag unterschreiben

Gedenkkundgebung zum Antikriegstag

2. September 2019,  17 Uhr, Bahnhofsvorplatz, Bielefeld

Wir versammeln uns hier aus einem traurigen Anlass. Wir gedenken der Opfer des 2. Weltkrieges. Dieser begann am 1. September 1939, also vor 80 Jahren.

Deutsche in polnischen Uniformen überfielen den deutschen Sender Gleiwitz. Dieser angebliche „polnische“ Überfall diente als Vorwand für den deutschen Angriff auf Polen und somit für den Zweiten Weltkrieg.

Es wurde weiter gelogen

Wir lassen uns nicht weiter belügen!

Diese Liste lässt sich fortsetzen bis in die Gegenwart. Syrien, Libyen, Mali, Jemen, Ukraine – immer werden die wahren Motive verschwiegen. Jedes Mal wird die Verantwortung den Staaten zugeschoben, die sich nicht den imperialistischen Interessen der westlichen Mächte unterordnen.

Nach dem gleichen Schema werden aktuelle Konflikte eskaliert und neue Kriege vorbereitet. Jetzt sind der Iran, Venezuela aber auch Russland und China die „Schurkenstaaten“.

Auf Lügen gebaut erleben wir gerade eine Zeit massiver militärischer Aufrüstung. Die aktuelle Bundesregierung will den Rüstungsetat auf 2% des BIP steigern. Das wäre eine Verdoppelung der Militärausgaben innerhalb weniger Jahre. Mindestens weitere 30 Mrd. Euro werden im zivilen Bereich fehlen. Für Alterssicherung und Pflege, für den Öffentlichen Nahverkehr und Bildung ist jetzt schon kein Geld da.

Zurzeit beteiligt sich Deutschland weltweit an 15 Militäreinsätzen. In der „Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit“ PESCO bereiten sich 25 der 28 EU-Staaten gemeinsam auf weitere globale Kriege vor.

Bereiten wir uns auf die Zukunft vor, nicht auf den Krieg!

  • den INF Vertrag erneuern
  • den Atomwaffenverbotsvertrag unterschreiben
  • internationale Militäreinsätze beenden
  • die Rüstungsausgaben kürzen
  • zivile Konfliktlösungen vorantreiben
  • das Weltklima schützen

Mitmachen:

 

Einladung zum Empfang der Friedensfahrradtour 2019

Bielefeld, 10.08.2019 um 16:30 Uhr Rathausplatz

Das neue atomare Wettrüsten hat schon angefangen! – Wir sagen nein!

Für eine neue Politik, für eine Welt ohne Atomwaffen und eine friedliche Zukunft! Angesichts der Klimakrise brauchen wir unser gemeinsam erarbeitetes Vermögen für die Eindämmung des Klimawandels und die sozialökologische Transformation!
„Gemeinsam für eine andere Politik“ demonstrieren die Friedensradlerinnen und -radler an Militärstandorten wie z.B. in Kalkar, wo das Zentrum Luftoperationen der Bundeswehr sämtliche Kriegseinsätze der Bundesluftwaffe koordiniert, vor der Firma Rheinmetall in Düsseldorf, die Bomben für den Krieg im Jemen liefert, in Bielefeld gegen die weitere Anwesenheit der britischen Armee als Teil der Drohkulisse gegen Russland. Unser Ziel ist Frieden und Abrüstung für den Klimaschutz und für die sozialökologische Transformation. Die Friedensfahrradtour der DfG –VK ist vom 03. – 10.August 2019 unterwegs und endet in Bielefeld Continue reading

Kein Tag der Bundeswehr

Die Friedensinitiaitive Bielefeld und OWL unterstützt die Aktionen der DFG/VK gegen den Tag der Bundeswehr am 15. Juni.

An den drei Abfahrtsorten der Shuttle-Busse zur Augustdorfer Erwin-Rommel-Kaserne sind wir mit Infoständen und Aktionen präsent:

Augustdorf, Birkenweg, Evangelischer Waldfriedhof, ab 10 Uhr
Schloss Holte-Stukenbrock, Lippstädter Weg 26, Parkplatz Emsweg, ab 10:30 Uhr
Hövelhof Heidschnuckenschäferei, Sennestraße 233, ab 10 Uhr

https://keintagderbundeswehr.dfg-vk.de/ktdb-startseite

 

Globaler Klimastreik am 24.05.2019

Die Friedensinitiative Bielefeld und OWL ruft zur Teilnahme am globalen Klimastreik von „Fridays for Future“ am 24.05.2019 auf.

In OWL finden diese Aktionen statt:
Bielefeld, 12 Uhr, Hauptbahnhof
Brakel, 14 Uhr, Rathaus
Gütersloh, 12 Uhr, Berliner Platz
Herford, 12 Uhr, Bahnhof
Lemgo, 12:30 Uhr, Marktplatz
Minden, 14 Uhr, Marktplatz
Paderborn, 13 Uhr, Neptunbrunnen auf dem Marktplatz

https://fridaysforfuture.de/24mai/

 

Kein Platz für die AfD in OWL, Solidarität statt Nationalismus!

Vielfältiger Protest gegen AfD-Aufmarsch am Samstag in Gütersloh

Auf wenig Gegenliebe trifft die zentrale Wahlkampfveranstaltung der AfD in OWL am kommenden Samstag in Gütersloh. Um 10 Uhr startet am Rathaus eine Demonstration von „Courage gegen Rechts“ unter dem Motto „Deutschland ist nicht die Alternative – Solidarität statt Nationalismus“. Erstes Ziel ist die Martin-Luther-Kirche. Dort hat das neugegründete „Bündnis gegen Rechts“ für 10:30 Uhr eine Kundgebung angemeldet. Weiter geht es zum Dreiecksplatz zur Kundgebung der Jusos. „Gütersloh bleibt weltoffen! Kein Platz für die AfD“ ist deren Forderung. Um 11 Uhr werden wir dort die AfD begrüßen. Bis die AfD einpackt, wird sie ihre Hetze nicht ohne Widerstand verbreiten können. Gemeinsam werden wir klar machen: Für eine Partei, die für Rassismus und Nationalismus steht, die den Sozialstaat, die Demokratie und alle emanzipatorischen Errungenschaften zerschlagen will und unter Ignorierung aller Fakten den Klimawandel leugnet, ist in Gütersloh und auch anderswo kein Platz. Um für die richtige Stimmung zu sorgen, bitten wir die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, zur musikalischen Unterhaltung beizutragen. Herzlich eingeladen sind auch alle Freundinnen und Freunde aus den Nachbarkreisen.

Rede Martin Kolek

Ostermarschierende,  – liebe Ostermarschierende!

Gerne habe ich die Anfrage, beim Ostermarsch in Bielefeld etwas zu sagen angenommen:

Ich wurde eingeladen, auch weil ich 2016 auf der Sea-Watch 2 und  2018 auf der Sea-Watch3 im Einsatz war: – dort wurden wir auf Malta geblockt. Nichts war schlimmer für mich, als nach einer langen Vorbereitungszeit und Koordination und Aufwand mit einer fitten Crew vorsätzlich  daran gehindert wurden, Hilfe zu leisten. Alle Rettungsschiffe von Iuventa, Sea-Watch, life-line, Ärzte ohne Grenzen, wurden gezwungen, an Land zu bleiben. Europa?  Insofern war ich froh, als mich vor etwa 1, eineinhalb Wochen die Anfrage erreichte, auf einem Segelschiff als Co-Skipper ins SAR Gebiet zu segeln. Ich konnte wirklich nicht anders, als zuzustimmen. Ich befinde mich also, wenn der Ostermarsch in Bielefeld stattfindet, in den Gewässern vor Libyen, soweit das Wetter und die politische Administration das zulässt. Continue reading

Rede Tobias SDAJ

Liebe Friedensfreundinnen, liebe Friedensfreunde,

unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe und der Stabilisierung von Regionen, geht Deutschland schon seit Jahren seinen Machtinteressen international nach. Derzeit sieht man das vor allem am Beispiel Venezuela: Nachdem sich der rechte Putschist Guaido zum Übergangspräsidenten erklärte und die USA ihn innerhalb von wenigen Minuten als den rechtmäßigen Präsidenten von Venezuela anerkannte, tat die Bundesregierung dem gleich. In anderen Fällen wird das Leiden der Menschen, das unter anderem durch den Export deutscher Waffen verursacht wurde, als Rechtfertigung für Kriegseinsätze benutzt. Die Verstrickungen der Rüstungsindustrie reichen dabei auch weit in andere Wirtschaftszweige hinein, so investiert die Dr. Oetker GmbH seit 2015 in Rüstungsunternehmen und auch die Deutsche Bank macht mit solchen Investitionen Geld! Continue reading