Die Friedensinitiative Bielefeld/OWL hatte für Sonntag 16 Uhr aufgerufen, die Demo gegen den Angriff der USA auf Venezuela zu unterstützen. Initiiert hatte die SDAJ diese Demonstration am Hauptbahnhof in Bielefeld, zu der rund 200 Menschen aus unterschiedlichen Organisationen kamen. Sie verurteilten einheitlich die verbrecherische Militärintervention der USA in Venezuela und die gewaltsame Entführung von Präsent Maduro und seiner Frau. Den zahlreichen Opfern dieser sinnlosen Machtdemonstration wurde dabei gedacht und es wurde mehrfach eine friedliche und diplomatische Auseinandersetzung mit den Konflikten in Venezuela gefordert.




Rede von Inge Höger, Friedensinitiative Bielefeld:
Liebe Friedensfreund*innen, liebe Genoss*innen!
Wir sind heute hier, um die verbrecherische Militärintervention der USA in Venezuela zu verurteilen und dagegen zu protestieren!
Die Bombardierung venezolanischer Städte und Einrichtungen in Caracas sowie die gewaltsame Entführung des Präsidenten Maduro und seiner Frau durch die US-Regierung sind Staatsterrorismus.
Wir verurteilen die Militärintervention der USA!
Seit Jahren verhängen die USA Sanktionen gegen Venezuela und noch länger gegen Kuba und andere Länder, um sie zu destabilisieren und einen Regime-Change herbeizuführen. Seit Wochen bedrohte US-Präsident Trump Venezuela und lies Schiffe angeblicher Drogenschmuggler versenken. Dabei wurden schon über 110 Menschen illegal getötet. Die USA verhängten eine Seeblockade und kaperten Tanker mit venezolanischem Öl. Die USA lies eine gigantische Armada von Kriegsschiffen in der Karibik zusammenziehen. Die USA sind bis an die Zähne bewaffnet und die größte Militärmacht der Welt!
Wir lehnen Militarisierung und Kanonenbootdiplomatie ab!
Präsident Trump lies nie einen Zweifel daran aufkommen, worum es ihm wirklich geht. Er will die größten Ölreserven der Welt für die USA sichern. Dies will er durch einen Regime-Change erreichen. Nicht nur Venezuela hat die US-Regierung dabei im Blick. Die USA wollen sich die Vorherrschaft über Mittel- und Südamerika, über den gesamten Kontinent sichern.
Für uns ist klar, der Angriff auf Venezuela und die Entführung Maduros durch die USA sind nicht hinnehmbar!
Wir verteidigen die Souveränität und das Selbstbestimmungsrecht der Völker und auch der Menschen in Venezuela und lehnen jede militärische Einmischung ab!
Der US-Imperialismus war in den letzten 100 Jahren an jedem Sturz einer Regierung in seinem von ihm beanspruchten Hinterhof beteiligt. Nicaragua, El Salvador, Panama, Haiti, Grenada und Chile, überall haben die US-Armee oder die CIA mitgemischt. Besonders der Sturz des Chilenischen Präsidenten Allende durch den Diktator Pinochet und die Folterung und Ermordung Tausender ist vielen in Erinnerung geblieben.
Seit 200 Jahren formulieren die USA mit der berühmten Monroe-Doktrin ihren Machtanspruch über die Region. Trump hat die Monroe-Doktrin erneut zum Leitbild der US-Politik erhoben. Er will den Zugriff auf die Ressourcen in Mittel- und Südamerika und er will den Einfluss Chinas in der Region zurückdrängen. Weitere militärische Interventionen in alle Länder, die sich dem Machtanspruch der USA entziehen, sind angekündigt.
Imperialistische Bevormundung und Einmischung lehnen wir ab!
– Wir verurteilen die US-Militärintervention. Sie ist ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht!
– Wir verteidigen das Recht auf Souveränität und das Selbstbestimmungsrecht der Völker! Das Schicksal Venezuelas muss ausschließlich vom venezolanischen Volk durch demokratische und friedliche Maßnahmen entschieden werden!
– Wir fordern die sofortige Freilassung von Präsident Nicolas Maduro und seiner Frau!
– Wir fordern ein Ende der militärischen Angriffe, der Blockade und der US-Sanktionen!
– Hände weg von Venezuela!


















