Militärmanöver Defender abbrechen

Pressemitteilung der Friedensinitiative Bielefeld/OWL
Für den Schutz von Klima, Umwelt und Gesundheit muss die Bundesregierung das Militärmanöver ‚Defender‘ absagen.

Bielefeld, den 12.03.20120
Das Gesundheitsministerium empfiehlt zur Eindämmung des Coronavirus Großveranstaltungen von mehr als 1.000 Menschen abzusagen. Doch das scheint nicht für Militärmanöver zu gelten.
Die Friedensinitiative Bielefeld /OWL fordert vom Verteidigungs- sowie vom Gesundheitsministerium den sofortigen Abbruch des Manövers Defender Europe 2020! „Deeskalation, der Schutz von Klima und Umwelt sowie die Gesundheit der Menschen müssen Vorrang vor militärischen Machtspielen haben“, so Dr. Angelika Claußen (IPPNW-Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs) für die Friedensinitiative.
Bis Mai dieses Jahres werden Zehntausende Soldat*innen sowie Kriegsgerät von den USA aus nach Deutschland und weiter in Richtung Polen und Baltikum an die russische Grenze transportiert. Das Manöver Defender Europe 2020 ist eine Zurschaustellung militärischer Überlegenheit und soll die rasche Verlegung kampfstarker Großverbände aus den USA an die „NATO-Ostflanke“ demonstrieren.
Das Manöver mit insgesamt 37.000 Soldat*innen ist eine überflüssige Provokation gegenüber Russland. Es gefährdet den Frieden, verschlingt Millionen von Steuergeldern und belastet Umwelt und Klima. Für das Manöver werden riesige Mengen fossiler Treibstoffe verbraucht. Defender 2020 kann zudem zur Ausbreitung des Coronavirus in Europa beitragen.
Das Coronavirus hat bereits Auswirkungen auf das derzeit laufende Manöver. Bis auf die etwa 5.500 US-Soldaten, die bereits in Europa sind, sollen laut Bundeswehrführung keine weiteren Truppen nach Europa verlegt werden. Norwegen hat aufgrund des Coronavirus zudem das NATO-Manöver „Cold Response 2020“ abgebrochen, das an „Defender Europe 20“ angeschlossen ist. Der Oberkommandierende des Manövers, Christopher Cavoli, ist auf einer NATO-Konferenz möglicherweise mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen und hat sich freiwillig in Quarantäne begeben.
„Defender Europe 20“ ist jedoch kein einmaliges Ereignis, sondern soll zukünftig im Zwei-Jahres-Turnus stattfinden. Ziel von Defender Europe 20 ist die groß angelegte Verlegung US-amerikanischer Truppen und Kriegsgeräte an die EU-Außengrenze zu Russland. Bei dem Manöver wird unter anderem getestet, ob militärische Fahrzeuge und Truppen ohne größere Hindernisse über zivile Straßen und Brücken von Deutschland Richtung Osten gelangen können. Der Transport der Kriegsmaschinerie aus den USA wird unter anderem über deutsche Häfen und Flughäfen wie Bremerhaven, Nürnberg, Berlin, Hamburg, Frankfurt sowie über den US-amerikanischen Militärstützpunkt in Ramstein abgewickelt. Auswirkungen auf die zivile Infrastruktur sind vorprogrammiert: Erst am Wochenende hat ein mit US-Panzern beladener Zug die Bahnhofbrücke in Weißwasser beschädigt.
Laut Schätzungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland könnten der Bundesregierung auf der Grundlage zurückliegender Erfahrungswerte Kosten in Höhe von 2,3 Millionen Euro entstehen. Neben den hohen Kosten ist nicht zuletzt auch der immense ökologische Fußabdruck dieser großen Truppenbewegungen in Friedenszeiten zu bedenken.
Das Netzwerk Friedenskooperative hat vorgestern eine Petition zum Stopp des Manövers initiiert mit bisher mehr als 5.400 Unterzeichner*innen.

Die Informationsveranstaltung am 17.03.2020, 19:00 Uhr mit Jürgen Wagner im Historischen Museum Bielefeld wird wegen des Coronavirus abgesagt.
Kontakt: Dr. med. Angelika Claussen, Tel. 0521-152213, 0172-5882786

Defender 2020

Defender 2020 – kein Beitrag zum Frieden

Das größte Manöver der US-Streitkräfte in Europa seit Ende des Kalten Krieges

Vortrag mit Alexander Neu

Freitag, 13. März 2020, 19 Uhr, Seminarraum der Weberei, Gütersloh

Es laden ein die Friedensinitiative Gütersloh/OWL, Attac Gütersloh, DKP Gütersloh, DIE LINKE Kreis Gütersloh

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Großmanöver Defender 2020

Mit Tempo in den neuen Kalten Krieg

Vortrag mit Jürgen Wagner

Dienstag, 17. März, 19 Uhr, Historisches Museum, Ravensberger Park 2, Bielefeld

Es laden ein: Bielefelder Friedensinitiative, DIE LINKE Bielefeld, attac Bielefeld,
IPPNW Ostwestfalen, DFG-VK-Gruppe Ostwestfalen-Lippe

Zur FB-Veranstaltung

 

Zukunft statt Aufrüsten!

Informationen und Diskussionen zu Umweltzerstörung, Klima, Aufrüstung und Krieg. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!
Defender 2020

Das größte Manöver der US-Streitkräfte in Europa seit dem Ende des Kalten Krieges

Mit Alexander Neu, Mitglied des Deutschen Bundestages für die Fraktion DIE LINKE und Obmann im Verteidigungsausschuss

13. März 2020, 19 Uhr, Gütersloh, Weberei Gütersloh, Seminarraum

Mit Jürgen Wagner, geschäftsführender Vorstand der Informationsstelle Militarisierung (IMI)

17. März 2020, 19 Uhr, Bielefeld, Historisches Museum

Militär als Klimakiller

Kriege sind für Mensch, Tier und Natur die größte Katastrophe

Mit Kathrin Vogler, friedenspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag und Obfrau im Unterausschuss Zivile Krisenprävention

20. März 2020, 19 Uhr, Gütersloh, Weberei Gütersloh, Seminarraum

Kooperation statt Konfrontation mit Russland

Die NATO verschärft ihren Konfrontationskurs gegen Russland

Mit Andreas Zumach, Journalist und Publizist und ehemaliger Sprecher des Koordinationsausschusses der bundesweiten Friedensbewegung.

27. März 2020, 19:30 Uhr, Gütersloh, Weberei Gütersloh, Seminarraum

 

Kein Krieg gegen den Iran, für eine gewaltfreie und zivile Konfliktlösung

Friedensinitiative Bielefeld/OWL und IPPNW laden zu Kundgebung ein

Am kommenden Samstag, dem 25.01.2020 um 12 Uhr beginnt die Kundgebung auf dem Jahnplatz in Bielefeld. Die Friedensinitiative Bielefeld/OWL und die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e. V., IPPNW, fordern eine Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen und Mittleren Osten, ein sofortiges Verbot von Waffenexporten, das Ende der Sanktionen und das Festhalten am Atomabkommen mit dem Iran.

Nach dem Mord an dem iranischen General Soleimani besteht die Gefahr, dass der Konflikt zwischen den USA und dem Iran eskaliert. Ein Krieg hätte Zehntausende Tote zur Folge, würde die ganze Region weiter ins Chaos stürzen und wäre eine ökologische Katastrophe.

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Solidarität mit Rojava – Stoppt die deutsche Kriegsbeteiligung

Bielefeld Hauptbahnhof, 31. Oktober 2019, 18 Uhr

Wir fordern:
– den sofortigen Stopp aller Rüstungsexporte in die Türkei!
– eine klare Verurteilung der türkischen Aggression als das, was sie ist:
   Ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg!
– den Stopp der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der Türkei!
– Schluss mit der Kriminalisierung kurdischer Aktivist*innen!
– den „Flüchtlingsdeal“ mit der Türkei aufkündigen! 

Türkischen Angriffskrieg gegen Nordsyrien stoppen!

Es waren die Demokratischen Kräfte Syriens, die den von arabischen und westlichen Staaten und der Türkei aufgebauten IS besiegten. Kurdischen, turkmenischen, sunnitisch-arabischen und assyrisch-aramäischen Einheiten; Frauen und Männern gelang es gemeinsam, was vorher keinem gelang, die Terrorgruppen des sogenannten „Islamischen Staates“ zurückzuschlagen. Dafür haben die Menschen in Rojava, der Demokratischen Föderation Nord- und Ostsyrien, einen hohen Preis bezahlt. Jetzt greifen türkische Truppen unterstützt von radikalen Islamisten Rojava an. Der IS, die Türkei, die arabischen und westlichen Staaten sowie Russland, Syrien und der Iran haben ein gemeinsames Ziel: die Demokratische Föderation Nord- und Ostsyrien darf nicht überleben. Der Versuch eine multiethnische, basisdemokratische, emanzipatorische und ökologische Gesellschaft aufzubauen darf nicht gelingen. Das wäre eine Bedrohung aller Regime der Region und weit darüber hinaus.

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Gedenkkundgebung zum Antikriegstag

2. September 2019,  17 Uhr, Bahnhofsvorplatz, Bielefeld

Wir versammeln uns hier aus einem traurigen Anlass. Wir gedenken der Opfer des 2. Weltkrieges. Dieser begann am 1. September 1939, also vor 80 Jahren.

Deutsche in polnischen Uniformen überfielen den deutschen Sender Gleiwitz. Dieser angebliche „polnische“ Überfall diente als Vorwand für den deutschen Angriff auf Polen und somit für den Zweiten Weltkrieg.

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Einladung zum Empfang der Friedensfahrradtour 2019

Bielefeld, 10.08.2019 um 16:30 Uhr Rathausplatz

Das neue atomare Wettrüsten hat schon angefangen! – Wir sagen nein!

Für eine neue Politik, für eine Welt ohne Atomwaffen und eine friedliche Zukunft! Angesichts der Klimakrise brauchen wir unser gemeinsam erarbeitetes Vermögen für die Eindämmung des Klimawandels und die sozialökologische Transformation!
„Gemeinsam für eine andere Politik“ demonstrieren die Friedensradlerinnen und -radler an Militärstandorten wie z.B. in Kalkar, wo das Zentrum Luftoperationen der Bundeswehr sämtliche Kriegseinsätze der Bundesluftwaffe koordiniert, vor der Firma Rheinmetall in Düsseldorf, die Bomben für den Krieg im Jemen liefert, in Bielefeld gegen die weitere Anwesenheit der britischen Armee als Teil der Drohkulisse gegen Russland. Unser Ziel ist Frieden und Abrüstung für den Klimaschutz und für die sozialökologische Transformation. Die Friedensfahrradtour der DfG –VK ist vom 03. – 10.August 2019 unterwegs und endet in Bielefeld Continue reading