
Inge Höger, Die Linke Herford
Abrüstung statt Aufrüstung – Butter statt Kanonen!
Die Welt steht in Flammen! Der Krieg um die Ukraine dauert bereits vier Jahre und ein Ende ist nicht in Sicht. Seitdem hat sich die Welt immer kriegerischer entwickelt. Israel hat nach einen Überfall der Hamas mit einem Genozid im Gazastreifen geantwortet. Unterstützt wird Israel dabei von den USA und Deutschland politisch und mit Waffenlieferungen. Zu Beginn diesen Jahres haben die USA Venezuela überfallen und den Präsidenten entführt. Es folgten Drohungen der USA gegen Kuba, Mexiko und den Iran. Eine Annexion von Grönland und Kanada wird von US-Präsident Trump angedroht. Seit dem 28. Februar bombardieren die USA und Israel den Iran.
Trump hat angekündigt, den Iran in die Steinzeit zurück zu bomben. Der Iran antwortet mit Angriffen auf US-Militärbasen in der Region, auf die Golfstaaten und auf Ziele in Israel. Die gesamte Region Westasien wurde damit in Brand gesetzt. Es brennen zivile Einrichtungen, Wohnungen, Krankenhäuser und Ölfelder!
In all diesen Kriegen geht es um den Zugang zu Ressourcen, um Macht und wirtschaftliche Interessen. Der Kampf um die Neuaufteilung der Welt spitzt sich zu und führt zu Aufrüstung und Kriegen. Menschenrechte und Demokratie werden gerne als Kriegsgründe vorgeschoben. Aber sie interessieren weder die USA noch Israel oder die EU. Im Gegenteil, ihre Kriege sind völkerrechtswidrig.
Mit den Worten des französischen Sozialisten Jean Jaurès: „Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen!“
Weltweit werden Milliarden Dollar für Aufrüstung und Kriegsmaterial ausgegeben. Die Militärausgaben der NATO stiegen von knapp 900 Mrd. $ im Jahr 2015 auf rund 1.600 Mrd. $ im Jahr 2025. Im letzten Jahr einigten sich die Mitgliedsländer auf eine weitere Steigerung auf fünf Prozent des jeweiligen Brutto-Inlands-Produktes. Das würde noch mal eine Steigerung auf 2.850 Mrd. $ bedeuten. Dieses Geld sorgt nicht für Frieden und Freiheit, sondern für Tod und Zerstörung.
Russlands Militärausgaben betrugen 2024 rund 150 Mrd. US-Dollar und die Chinas 314 Mrd. $. Ein Bruchteil der Ausgaben der NATO.
Neben der NATO rüstet vor allem auch die EU massiv auf und arbeitet an einer europäischen Armee.
Aber Waffen bringen keinen Frieden!
In Deutschland erklärte zu Beginn des Ukraine-Krieges der damalige Bundeskanzler Scholz eine Zeitenwende. Mit der Zeitenwende wurde eine enorme Aufrüstung der Bundeswehr und der EU begründet. Deutschland soll kriegstüchtig werden und sich auf einen Krieg gegen Russland vorbereiten, heißt es seitdem.
Nach der letzten Bundestagswahl erteilte eine ganz große Koalition von Union, SPD und Grünen einen Blankoscheck für uferlose Militärausgaben. Ausgaben für Aufrüstung und Krieg wurden von der Schuldenbremse ausgenommen.
Seitdem häufen sich die Großaufträge an die Rüstungsindustrie. 2029 sollen die Ausgaben für das Militär fast die Hälfte des gesamten Bundeshaushaltes ausmachen. Diese gigantischen Ausgaben werden zur weiteren Demontage des Sozialstaates führen.
Bei Rheinmetall und anderen Rüstungskonzernen steigen die Kurse und die Dividenden, es knallen die Sektkorken.
Rosa Luxemburg stellte vor dem 1. Weltkrieg richtig fest: „Die Dividenden steigen und die Proletarier fallen.“
Bundeskanzler Merz will die Bundeswehr zur größten konventionellen Armee in Europa machen. Deutschland soll eine führende Rolle in der EU übernehmen und die EU soll eine eigenständige Militärmacht in einer neuen Weltordnung sein.
Gleichzeitig hat der Kanzler angekündigt, dass Deutschland sich den Sozialstaat in der bisherigen Form nicht mehr leisten könne.
Hochrüstung schafft keinen Frieden sondern nur soziale Unsicherheit und Armut.
Jeden Tag werden neue Kürzungen bei der Grundsicherung, Rente und Krankenversicherung angekündigt. Es fehlt Geld für Bildung, Gesundheit, Pflege, ÖPNV und Infrastruktur. Die Folgen für das Klima sind immens. Für den Bundeshaushalt 2026 sollen die Budgets für Gesundheit, Bildung, Entwicklung, Wirtschaft und Klima, Wohnen, Auswärtiges und Umwelt insgesamt weniger Geld bekommen als das Militär. Außerdem müssen die Schulden mit Zins und Zinseszins zurück gezahlt werden.
Jeder Euro, der in Panzer, Flugzeuge und Munition investiert wird, fehlt an anderer Stelle. Das Geld fehlt bei der Modernisierung der Strom- und Bahnnetze, bei Schulen und Kinderbetreuung, bei der Gesundheit und Pflege und beim Umbau zur Klimaneutralität.
Immer mehr Menschen sind von Armut betroffen. Die Kürzungen der Sozialleistungen, die Wohnungsarmut und die aktuellen Preiserhöhungen aufgrund der Auswirkungen des Iran-Krieges treffen Menschen mit geringem Einkommen ganz besonders.
Die Alternative heißt Abrüsten, Entspannungspolitik, zivile Konfliktlösungen und die Stärkung des Sozialstaates!
Wahre Sicherheit entsteht nicht durch Waffen, sondern durch soziale Gerechtigkeit, durch eine funktionierende öffentliche Daseinsvorsorge, durch bezahlbares Wohnen, gute Bildung und ein starkes Gesundheitswesen für alle. Wahre Sicherheit bedeutet den Klimawandel zu bekämpfen, statt militärisch zu verwalten. Wahre Sicherheit bedeutet, Konflikte zu deeskalieren und auf Diplomatie zu setzten, statt ganze Kontinente in Kriegsgebiete zu verwandeln. Wahre Sicherheit bedeutet Friedensfähig werden statt kriegstüchtig!
Waffen schaffen keinen Frieden! Abrüsten statt Aufrüsten!
Geld für Klima- und Naturschutz, Bildung, Gesundheit und Soziales! Kriege beenden!

Dr. med. Angelika Claußen, IPPNW
Friedensfähig statt kriegstüchtig
Wir sehen, dass unsere Erde brennt: durch immer neue Kriege, wie zuletzt der völkerrechtswidrige Krieg der USA und Israels auf den Iran. Die Missachtung internationaler Rechtsstandards hat sich in den letzten Monaten weiter verschärft. Der völkerrechtswidrige russische Angriff auf die Ukraine hält an, ebenso die andauernde Tötung und Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung durch Israel. Die völkerrechtswidrigen Militärangriffe der USA und Israels gegen den Iran und den Libanon sowie die iranischen Gegenangriffe auf die Golfstaaten verschärfen die existentielle globale Krise internationaler Institutionen, allen voran der UN. Hinzu kommt die andauernde Ausbeutung unseres Planeten durch fossile Konzerninteressen und durch die Regierungen der Ölstaaten, durch Russland und die USA, die unsere Lebensgrundlagen – direkt und indirekt zerstören.
In dieser existentiellen globalen Krise fordern wir von unserer Regierung eine Politik der Umkehr hin zu Diplomatie, Entspannungspolitik, Rüstungskontrolle und Abrüstung. Die Bundesregierung muss ihre Unterstützung der Kriege der USA und Israels gegen den Iran beenden, die Waffenlieferungen an Israel einstellen und dem Beispiel Spaniens folgen und die Nutzung der US-Basen für die Kriegsführung gegen den Iran untersagen.
Wir unterstützen die Klage des Friedensaktivisten Martin Singe gegen die Bundesregierung wegen mutmaßlicher Beihilfe zum Krieg der USA und Israels gegen den Iran. Martin Singe wirft Berlin vor, durch Überflugrechte und die Nutzung der Airbase Ramstein völkerrechtswidrige Angriffe zu unterstützen. Das sei Verstoß gegen das Grundgesetz und das Völkerrecht, denn der Iran-Krieg ist weder durch Selbstverteidigung noch ein UN-Mandat gedeckt.
Friedensfähig werden statt nach Kriegstüchtigkeit zu streben ist eine umfassende Aufgabe. Frieden schaffen bedeutet, den gegenwärtigen Krieg gegen die Ukraine schnellstmöglich zu beenden. Der Krieg hat katastrophale humanitäre Folgen für die Zivilbevölkerung, für die Umwelt, und besonders für die Soldaten beider Seiten. Laut dem russischen Nachrichtenportal Mediazona und BBC Russland hat Russland seit Beginn des Krieges nahezu 1,2 Millionen Verluste auf dem Schlachtfeld erlitten, davon 325.000 Tote, die anderen sind Schwerst- Verletzte und Vermisste. Die Ukraine erlitt laut dieser Quelle 600.000 Verluste erlitten, darunter 100.000 bis 140.000 Tote.
Der Krieg gegen die Ukraine muss enden, auch wenn die Bedingungen sehr schwierig sind. Die Bundesregierung und die EU müssen dazu in der Ukrainepolitik endlich einen Strategiewechsel[1]: vollziehen. Ihre politischen Anstrengungen sollten sich auf eine diplomatische Lösung konzentrieren, die insbesondere konkrete Vorschläge zu den Themen atomare und konventionelle Rüstungskontrolle macht, eine Aussage macht, dass eine NATO -Mitgliedschaft der Ukraine von Deutschland und der EU abgelehnt wird und wo über die konkrete Form der Sicherheitsgarantien für die Ukraine und für Russland im Rahmen einer neuen europäischen Sicherheitsarchitektur verhandelt wird.
Friedensfähig werden statt nach Kriegstüchtigkeit zu streben bedeutet ebenso in der Innenpolitik eine Abkehr von der gegenwärtigen Politik der Hochrüstung und der Militarisierung. Schon jetzt gibt Deutschland 2.39 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung aus[2]. Das entspricht etwa 95 bis 100 Milliarden Euro. Wir sagen genug ist genug! Keinen Cent mehr für Rüstung. Wir brauchen unsere Steuergelder für zivile Ausgaben: für Bildung, für den Erhalt unseres Sozialstaats, für die Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien und Klimaschutz, für ein zivil aufgestelltes Gesundheitswesen.
Ich spreche hier für die IPPNW, aus der medizinischen Perspektive auf Krieg und Kriegstüchtigkeit. Von unserer Bundesregierung hören wir: die gesamte Gesellschaft muss resilient werden. Resilienz ist das neue Wort für Kriegstüchtigkeit. Dazu sollen wir, die gesamte Bevölkerung ihr „Mindset“ verändern. So auch der Gesundheitsbereich, der jetzt resilient werden müsse für einen Krieg gegen Russland. Statt mehr Personal im Gesundheitswesen sollte besser eine unterirdische Intensivstation gebaut werden, z. B. in der Klinik Köln -Merheim, ganz in der Nähe des NATO-Flugplatzes Köln Wahn. Wir Mediziner sagen: „Die Prävention von Kriegen, ob konventionell oder nuklear, ist die beste Medizin. Wir halten alle Maßnahmen und Vorkehrungen für gefährlich, die auf das Verhalten im Kriegsfall vorbereiten sollen. Nur kriegspräventive Maßnahmen können wir vertreten“.
Weitere Informationen dazu erhalten Sie in unserem Faltblatt gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens[3].
[1] https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Shop/Ippnw_W-Beileger_2025_web.pdf
[2] https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/ukraine-militaerische-konfrontation-beenden-li.10010700

Pfarrer Bertold Becker, Evangelisch-Reformierte Kirchengemeinde Bielefeld





Sarah und CJ, Bündnis gegen Wehrpflicht
Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
bei Rheinmetall und Co. knallen die Korken, die Krankenhäuser werden kriegstüchtig gemacht und unsere Städte werden zum Schauplatz vom NATO-Manövern. Doch das alles ist nicht genug: es braucht uns, die Jugend, als Kanonenfutter. Am 05.12. wurde der neue Wehrdienst beschlossen, angeblich freiwillig trotz Zwang zur Erfassung und Musterung. Von der kompletten Wiedereinführung der Wehrpflicht wird gesprochen wie von einer Notwendigkeit. Dagegen setzen wir uns ein, im Bündnis Nein zur Wehrpflicht und im Bielefelder Schulstreikkomitee gegen die Wehrpflicht. Bereits an zwei Streiktagen haben je über 50.000 Schülerinnen und Schüler auf den Straßen gezeigt, dass wir damit nicht allein sind.
Wir als Streikkomitee gegen die Wehrpflicht setzen uns ein: gegen die Militarisierung, vor allem in Deutschland. Wir sind bundesweit in vielen Städten vertreten und wollen uns der Wehrpflicht mit regelmäßigen Schulstreiks widersetzen. Außerdem ermutigen wir Schüler:innen ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und aktiv mitzugestalten!
Über unsere Köpfe hinweg wird entschieden: wir sollen für Merz in Kriegen sterben, deutsches Kanonenfutter werden. Aber was wir brauchen, ist eine Stimme! Die Jugend ist die Zukunft, wir sind die Zukunft und wir wollen ein Mitspracherecht! Besonders, wenn es um eine große Entscheidung, wie die Wehrpflicht geht. Stattdessen müssen wir zusehen, wie ein paar alte, reiche Männer über eine ganze Generation entscheiden. Wir sollen kriegstüchtig gemacht, zu Soldat:innen ausgebildet werden. Für ihren Profit und ihre nationalistischen Ideologien sollen wir hinhalten. Wir sollen jeweils ein ganzes Jahr unserer Leben für einen Staat geben, dessen einziges Interesse im habgierigen Landgewinn liegt.
Wir werden aktiv ignoriert!
Unsere Schulen und Unis fallen auseinander, es fehlen Jugend- und Kulturangebote und das Bildungssystem ist intellektuell und pädagogisch veraltet. Doch das Geld dafür wird weiter in Waffenexporte nach Israel gesteckt, damit wird also ein Genozid finanziert. Tod und Zerstörung statt Zukunft und Bildung.
Der deutsche Staat sorgte dafür, dass Panzer vor Rojavas Grenzen stehen, dass Israel weiter einen Genozid begehen kann und lieferte, trotz Exportstopp, Waffen nach Saudi-Arabien. Deutschland ist nicht neutral, Deutschland hört den Schuss mal wieder nicht.
Schließt euch uns an und kommt gerne am … dazu und ermutigt eure Freund:innen zum nächsten Schulstreik am 8. Mai dabei zu sein!
Wir fallen nicht auf ihre Lügen hinein! Nicht auf die Lüge der Verteidigung, wenn deutsche Waffen schon in aller Welt morden. Nicht auf die Lüge einer Perspektive, die nur funktioniert, weil Ausbildungsplätze Mangelware und Miete sowie Führerschein unbezahlbar sind. Nicht auf die Lüge von Gleichberechtigung, weil überhaupt niemand an die Waffe soll. Nicht auf die Lüge einer Alternative, weil der kaputtgesparte Sozial- und Gesundheitsbereich ganz sicher nicht durch Zwang repariert wird.
Wir sterben nicht für ihre Kriege, wir wollen nie wieder Wehrpflicht.
Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft.

Gina Schade, Solidarität mit Palästina
Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Menschen, die heute hier sind,
Während hier von Frieden gesprochen wird,
werden anderswo Menschen bombardiert.
Während wir hier demonstrieren,
kämpfen Menschen in Gaza ums Überleben.
Nicht irgendwann.
Nicht abstrakt.
Jetzt.
Die Bundesregierung spricht von Verantwortung.
Sie spricht von Menschenrechten. Sie spricht von Demokratie.
Sie spricht von einem „Nie wieder“. Sie spricht von Staatsräson.
Doch was sind diese Worte wert,
wenn genau diese Prinzipien gebrochen oder missbraucht werden?
Was sind Versprechen wert,
wenn sie nur dann gelten,
wenn es politisch passt?
Wir stehen hier, weil diese Versprechen gebrochen werden.
Gebrochen durch Kriege.
Gebrochen durch Waffen.
Gebrochen durch Regierungen, die Gewalt ermöglichen, statt sie zu beenden.
Die palästinensische Bevölkerung wird seit 1948 durch das israelische Besatzungsregime vertrieben, gefangen genommen und massakriert- die vor unseren Augen stattfindende Annexion der Westbank ist gerade in vollem Gange. Ethnische Säuberung und Apartheid nennen das Experten für Menschenrechte und Völkermordforscher.
Was in Gaza passiert, ist nicht einfach ein Konflikt- es ist ein Genozid.
Es ist die systematische Zerstörung von Leben.
Hunderttausende Menschen wurden getötet.
Hunderttausende verletzt.
Schulen zerstört.
Flüchtlingslager angegriffen.
Menschen haben kein Wasser.
Kein Essen.
Keine medizinische Versorgung.
Ärzte operieren ohne Narkose , ohne sterilen OP Saal – ohne überhaupt einen OP Saal! Denn die Krankenhäuser wurden zum Großteil BOMBARDIERT UND ZERSTÖRT
Kinder verlieren Gliedmaßen.
Eltern begraben ihre eigenen Kinder.
Kinder werden festgenommen und sitzen in Administrativhaft, ohne Anklage, ohne rechtlichen Beistand, ohne einen Grund.
Das ist die Realität und kein Kollateralschaden, das ist das groß angekündigte Ziel Israels!
Und das verstößt klar gegen das Völkerrecht.
Das gezielte Angreifen von Zivilisten,
das Aushungern einer Bevölkerung,
die Zerstörung lebensnotwendiger Infrastruktur –
all das sind schwere Verletzungen des humanitären Völkerrechts.
Und trotzdem passiert es weiter.
Und es bleibt nicht bei Gaza.
Im Westjordanland werden Menschen vertrieben.
Ihre Häuser zerstört.
Ihre Felder unzugänglich gemacht.
Radikale Siedler greifen Dörfer an – unter militärischem Schutz.
Auch im Libanon sehen wir, wie sich die Besatzung weiter ausweitet, um das Projekt „Groß-Israel“ zu verwirklichen.
Wie Gewalt über Grenzen hinweg getragen wird.
Wie immer mehr Menschen in diesen fanatischen Mord- und Zerstörungswahn mithineingezogen werden.
Soll das die Ausweitung des Genozids in Gaza sein? Und wie weit soll es gehen, damit sich imperialistische Kolonialträume verbrecherischer Machthaber erfüllen?
Und während all das geschieht, führt Israel mit Mehrheit in der Knesset ein Gesetz ein, das die ohnehin schon willkürlich erfolgenden Exekutierungen von palästinensischen Gefangenen in den bekannten israelischen Foltereinrichtungen, legitimieren soll. Quasi Massenmorde per Gesetz, und zwar nur anwendbar bei Palästinensern!
Israelische Siedler und Soldaten werden weiterhin für das Ermorden oder Misshandeln von Palästinensern nicht verurteilt.
Das bedeutet:
Noch mehr Entrechtung, Gewalt und
Noch mehr systematische Entmenschlichung.
Zur Einordnung: Dieses Gesetz gilt nicht rückwirkend und kann daher nicht mit dem 07. Oktober verargumentiert werden.
Und jetzt frage ich euch:
Was macht Deutschland?
Während sich mittlerweile 18 Staaten der Genozid Klage beim IGH angeschlossen haben, schützt Deutschland politisch blind.
Deutschland stellt eigene Interessen über Menschenrechte und die eigene Bevölkerung.
Deutschland liefert Waffen für Hunderte von Millionen.
Deutschland produziert Waffen und plant weitere Rüstungskooperationen, wie z.B. mit VW in Osnabrück.
Die Umstellung ziviler Produktionsstandorte hin zu militärischen Zwecken normalisiert Kriegswirtschaft im Alltag und verschiebt gesellschaftliche Grenzen.
Gerade in Zeiten wachsender globaler Spannungen braucht es Unternehmen, die Verantwortung übernehmen – nicht solche, die vom Geschäft mit Waffen profitieren.
Volkswagen stellte in der Vergangenheit bereits Waffen für das NS-Regime her und könnte künftig auch mit Israel in diesem Bereich kooperieren.
Gleichzeitig wirft der Internationale Strafgerichtshof Israels Regierung und Militär Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Verschiedene UN-Gremien und Organisationen kommen zu dem Schluss, dass Israel in Gaza einen Genozid an den Palästinensern begeht.
Das bestätigen auch die Internationale Vereinigung der Völkermordforscher und zahlreiche Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International.
Der Internationale Gerichtshof (IGH) bewertet den Genozid-Vorwurf zudem als plausibel.
Eine Kooperation des VW-Werks mit Israel würde somit Mittäterschaft bei Kriegsverbrechen bedeuten und müsste gemäß IGH- Anordnung zu Sanktionen solcher Konzerne durch die Bundesregierung führen.
Und was macht jemand wie Friedrich Merz?
Er stellt sich nicht auf die Seite der Opfer.
Er stellt sich gegen die, die darauf aufmerksam machen.
Er will Proteste einschränken.
Er stellt Meinungsfreiheit in Frage, wenn sie unbequem wird!
Stattdessen will er unsere Jugend verpflichten, in den Krieg zu ziehen, um für seine Mach- und Profitinteressen zu sterben!
Während Menschen ermordet werden,
wird hierzulande, die Wahrheit zum Schweigen gebracht und Friedensaktivismus im Namen der deutschen Staatsräson niedergeknüppelt.
Das ist nicht nur falsch.
Das ist gefährlich. Das hat faschistische Züge!
Denn wer in Zeiten von Unrecht die Stimme der Menschen unterdrückt,
stellt sich nicht neutral –
sondern auf die falsche Seite. Und wir erinnern uns nur allzu gut, dass Deutschland schon sehr oft auf der falschen Seite der Geschichte stand.
Sie haben versagt, Herr Merz!
Sie haben versagt, indem Sie Waffen geliefert haben und weiterhin liefern.
Sie haben versagt, als sie die Einreise und Hilfeleistungen für verletzte Kinder verweigert haben, obwohl die Kosten sogar von NGO’s getragen worden wären.
Sie gehören einer christlichen Partei an, ignorieren es aber, wenn in der Geburtsstätte Jesu Menschen vertrieben und ermordet werden. Christen, Muslime und auch Juden, die sich gegen die Regierung aussprechen, werden diffamiert und bestraft.
Wer so handelt, ist nicht geeignet, dieses Land zu führen.
Denn Menschenrechte sind nicht verhandelbar.
Sie gelten für alle – oder sie gelten gar nicht.
Und auch hier in Deutschland sehen wir die Folgen:
Menschen werden eingeschüchtert.
Polizisten verprügeln friedliche Demonstranten.
Demos werden restriktiv beschnitten.
Solidarität wird kriminalisiert- auch die von jüdischen Mitmenschen.
Menschen verlieren ihren Job,
weil sie sich gegen Unrecht aussprechen.
Währenddessen wird geschwiegen –
oder relativiert.
Aber wir sind heute hier, um genau das nicht zu tun.
Wir sagen:
Nicht in unserem Namen.
Nicht mit unserer Zustimmung.
Wir werden niemals bei Unrecht schweigen!
Denn jede Todeszahl, die wir hören,
steht für einen Menschen.
Für ein Kind, das nie wieder lachen wird.
Für eine Familie, die ausgelöscht wurde.
Für ein Leben, das hätte weitergehen sollen.
Und wir dürfen nicht müde werden.
Denn genau darauf wird gehofft:
Dass wir aufgeben.
Dass wir uns abwenden.
Dass wir still werden.
Aber das werden wir nicht.
Wir fordern:
Ein Ende der Gewalt.
Ein Ende von Waffenlieferungen.
Keine Produktion von Waffen oder Munition in Deutschland!
Die Einhaltung des Völkerrechts.
Eine klare Benennung aller Völkerrechtsbrüche und vor allem eine judikative Abrechnung der Mittäterschaft eines jeden einzelnen politischen Akteurs!
Gleiches Recht für alle Menschen – ohne Ausnahme überall zu jeder Zeit!
Und wir sagen:
Ein „Nie wieder“ darf keine leere Phrase sein.
Es muss für alle gelten.
Auch für Palästina.
Denn wer schweigt, macht sich mitschuldig.
Und wir dürfen und werden nicht schweigen!
Denn „Nie wieder“ ist jetzt SCHON WIEDER!



























