Ostermarsch OWL 2026

Friedensfähig statt kriegstüchtig
Aufrüstung stoppen! –
Kriege beenden!
Keine militärische Nutzung
des Flughafens Gütersloh

Freitag, 3. April: 15 Uhr
am Flughafen Gütersloh, Haupteingang

Samstag, 4. April: 14 Uhr
Auftakt: Jahnplatz Bielefeld

Das Jahr 2026 begann mit dem völkerrechtswidrigen Militärüberfall der USA auf Venezuela und der Entführung des Präsidenten Maduro und seiner Ehefrau. Es folgten Kriegsdrohungen der USA gegen Kuba, Mexiko und den Iran sowie die Ankündigung der Annexion von Grönland und Kanada. Die USA wollen größte Weltmacht bleiben und dafür ist ihnen jedes Mittel recht. Die Gefahr eines Weltkrieges wird größer.

Der Krieg auf dem Boden der Ukraine ist zum Stellvertreterkrieg zwischen NATO und Russland geworden. Auch Deutschland und die EU schüren diesen Krieg mit Waffenlieferungen, statt sich für Diplomatie und Verhandlungen stark zu machen. Trotz Waffenruhe führt die israelische Regierung den Genozid in Gaza weiter. Auch der Siedlerterror im Westjordanland wird fortgesetzt. In Syrien bekämpfen Regierungsmilizen die kurdische Selbstverwaltung in Rojava. Auch im Sudan, dem Kongo, im Libanon und im Jemen werden Kriege geführt.

In Kriegen geht es um Macht und wirtschaftliche Interessen. Kriege erzeugen unermessliches Leid. Gezielt werden Menschen und Lebewesen getötet oder verletzt. Kriege zerstören nicht nur Ressourcen und Gebäude, sondern die natürlichen Lebensgrundlagen und verschärfen die Klimakatastrophe. Menschen sterben, während die Profite der Rüstungskonzerne in die Höhe schießen. Als Folge von Kriegen und Klimawandel fliehen weltweit immer mehr Menschen und sterben massenhaft auf den Fluchtrouten.

In Deutschland begann bereits unter der Ampelregierung ein massiver Aufrüstungskurs. Nach der Bundestagswahl 2025 verankerte der Bundestag unbegrenzte Aufrüstung im Grundgesetz. Die jetzige Bundesregierung will Deutschland zur größten konventionellen Militärmacht der EU und der europäischen NATO-Staaten machen und fordert einen Zugriff auf Atomwaffen. Begründet wird dies alles mit einem angeblich drohenden Angriff aus Russland. Doch bereits jetzt sind die Militärausgaben der europäischen NATO-Staaten höher als diejenigen Russlands und sollen weiter steigen. Nach aktuellen Planungen soll in Deutschland 2029 fast die Hälfte des Bundeshaushaltes fürs Militär ausgegeben werden. Diese gigantischen Ausgaben werden zur Demontage des Sozialstaats führen. Die Angriffe auf die gesetzliche Rentenversicherung, die Krankenversicherung, die Grundsicherung und das Asylrecht nehmen massiv zu.

Bereits für dieses Jahr ist in Deutschland die Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen geplant. Über ihren Einsatz entscheidet der US-Präsident. Es handelt sich um Erstschlagswaffen. Ihre Stationierung macht Deutschland nicht sicherer, sondern zu einem Angriffsziel und setzt einen Rüstungswettlauf in Gang.

/Der ehemalige Flughafen Gütersloh und für zivile Nutzung umgeplante Kasernen werden für militärische Zwecke überprüft. Bundeswehr und NATO w/ollen in der Region neue militärische Kapazitäten für zukünftige Kriege aufbauen.

Die gesamte Gesellschaft soll kriegstüchtig gemacht werden. Grundrechte werden immer weiter eingeschränkt und Kritik an der Kriegsvorbereitung wird diffamiert und kriminalisiert.

Die Wiedereinführung der Wehrpflicht ist beschlossen. Besonders gegen diesen massiven Angriff auf die Jugend entwickelt sich zunehmend Widerstand. Wir sagen: NEIN zu Kriegsvorbereitung und Kriegstüchtigkeit!

Wir treten ein für:

  • Diplomatie statt Krieg!
  • Vereinte Nationen erhalten und stärken! Völkerrecht einhalten!
  • Keine Waffenlieferungen an die Ukraine, Israel und in alle Welt!
  • Keine Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland!
  • Atomwaffen raus aus Deutschland!
  • Den UN-Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen!
  • Abrüsten statt Aufrüsten!
  • Keine Demontage des Sozialstaats!
  • Geld für Klima- und Naturschutz, Bildung, Gesundheit und Soziales!
  • Nein zur Wehrpflicht und zu Zwangsdiensten!
  • Keine Bundeswehrpropaganda an Schulen!
  • Keine neuen Militärstandorte! Wohnraum statt Waffen!
  • Fluchtursachen bekämpfen, nicht Geflüchtete!
  • Keine Einschränkung von Meinungs- und Informationsfreiheit!

Friedensfähig statt kriegstüchtig!

Unterstützer:innen:
AK Asyl Bielefeld
Bielefelder Nahostinitiative
BSW Bielefeld
BSW Gütersloh
Care Revolution Bielefeld
DIDF Bielefeld
DFG-VK
Die Linke Bielefeld
Die Linke Gütersloh
Die Linke Herford
Die Linke Paderborn
DKP Herford
DKP Bielefeld
DKP Gütersloh
DKP Minden
DKP Paderborn
Fair Leben Gütersloh
Ev. Kirchenkreis Bielefeld
Ev. Süsterkirchengemeinde Bielefeld
Eltern und Großeltern gegen Wehrdienst
Free Julian Assange
Friedensbeauftragter Kirchenkreis Herford
Friedensinitiative Bielefeld OWL
Flugplatzinitiative Gütersloh
GEW Friedensgruppe
Initiative gegen Krieg und Militarismus Bielefeld
IPPNW Deutschland
Klimabeirat Gütersloh
Rheinmetall entwaffnen
Solidarität für Palästina Bielefeld
SDS Bielefeld
SDAJ Bielefeld
Sozialpfarramt Bielefeld
Ver.di Friedensgruppe Frieden jetzt Bielefeld
VVN-BdA Bielefeld
Wohnraum statt Waffen Bielefeld

Flyer Ostermarsch 2026: https://bielefelder-friedensini.de/wp-content/uploads/2026/03/OM-Flyer-2026.pdf

Stoppt den Krieg gegen den Iran! Kundgebung in Bielefeld

Die Bielefelder Friedensinitiative mobilisiert für Protest gegen Krieg im Iran

Unter Federführung der Bielefelder Friedensinitiative versammelten sich 100 Demonstranten mit der Forderung, an den Verhandlungstisch zu kommen.

Bielefeld. In Bielefeld versammelten sich am Montagabend, 2. März, rund 100 Menschen vor dem Hauptbahnhof zu einer kurzfristig angemeldeten Demonstration der Bielefelder Friedensinitiative.

Anlass sind die Spannungen im Nahen Osten nach dem Angriff der Vereinigten Staaten von Amerika und Israel auf den Iran und der Trauer über mehr als 150 getötete Mädchen einer Schule in der Provinz Hormusgan. Rednerinnen und Redner brandmarkten den Einsatz als „völkerrechtswidrig“ und forderten, „unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren“ und „jedwede Form der Gewalt sofort einzustellen“.

Stoppt den Krieg gegen den Iran! Völkerrecht einhalten, Diplomatie statt Faustrecht!

Rede von Inge Höger auf der Kundgebung am 2. März 2026:

Wir verurteilen die erneute völkerrechtswidrige Aggression der USA und Israels gegen den Iran. Viele Jahre lang haben die USA und Israel dem Iran mit einem Militärschlag gedroht. Bereits im letzten Sommer wurden Ziele im Iran bombardiert. Seit Wochen haben die US-Streitkräfte eine Kriegsarmada in die Region verlegt und einen Angriff vorbereitet.

Seit dem Wochenende wird der Iran von den USA und Israel bombardiert. Die politischen und militärischen Führer des Landes wurden gezielt ermordet.

Bereits am ersten Tag wurden über 200 Menschen getötet und eine Mädchenschule von einer Bombe getroffen. Mindestens 148 Schülerinnen starben, viele sind verletzt.

Stoppt den Krieg und beendet das Sterben!

Der Vorwand für die Militärschläge sind das angebliche Scheitern der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Dazu kam die Behauptung, der Iran entwickele Landstreckenraketen, die Europa und sogar die USA treffen könnten.

Mit derartigen Lügen wurde noch jeder Krieg der USA in den letzten Jahrzehnten begründet. Der Krieg gegen Afghanistan war Selbstverteidigung wegen der Anschläge auf das Word-Trade-Center. Der Auslöser für den Irak-Krieg war der angebliche Besitz von Massenvernichtungswaffen.

Wir weisen diese Lügen und Heuchelei zurück.

Es geht weder den USA noch Israel um Menschenrechte und Demokratie. Es geht um einen aggressiven Kampf um die Neuaufteilung der Welt in Märkte und Einflusszonen. Es geht um den Zugang zu Ressourcen in dieser öl- und gasreichen Region.

Dieser Krieg reiht sich ein in den US-Überfall auf Venezuela und die Entführung von Madurao und Cilia Flores und die anschließende Übernahme der Kontrolle über die Regierung in Venezuela und das Öl im Land.

 Er reiht sich ein in die Drohungen Trumps gegen Grönland und den anhaltenden Genozid an den Palästinenser:innen. Die Annexion des Westjordanlands und die Bombardierung des Iran sind Teile der Versuche der Neuordnung der Welt in dieser Region. Die USA und Israel sind in all diesen Kriegen Verbündete.

Dieser Angriff ist Teil der fortgesetzten Verstöße und der Missachtung des Völkerrechts und der Souveränität der Nationen durch die USA und Israel. Beifall bekommen sie dabei von der Bundesrepublik und einigen EU-Mitgliedsländern. Die USA haben dem Iran nie verziehen, dass die Bevölkerung 1979 dem Schah-Regime ein Ende setzten.

Seitdem werden von den USA und den EU immer wieder Sanktionen verhängt, die vor allem die Zivilbevölkerung treffen.

Große Teile der Bevölkerung im Iran kämpfen seit Jahren für den Sturz des theokratischen Regimes. An der Spitze der Bewegung haben die Frauen mit der Bewegung „Frau-Leben-Freiheit“ gestanden. Der jüngste Volksaufstand gegen die iranische Regierung Anfang des Jahres wurde brutal nieder geschlagen. Aber der Angriff der USA und Israels haben nichts mit der Befreiung von dem Regime zu tun. Es geht ihnen nicht um Demokratie und Menschenrechte. Das sieht man an den Ergebnissen der Kriege in Afghanistan, dem Irak, Syrien und Libyen.

Der Iran hat Vergeltungsschläge gegen Israel und gegen US-Stützpunkte in der Region vorgenommen und die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr gesperrt. US-Präsident Trump kündigte einen langen Krieg von bis zu vier Wochen an. Inzwischen ist auch der Libanon erneut Teil von israelischen Angriffen. Alles deutet auf eine neue Eskalation in der Region und einen langen Krieg hin.

– Wir sagen NEIN zum Krieg der USA und Israels gegen den Iran!

– Wir fordern Solidarität mit der iranischen Bevölkerung!

– Wir haben kein Vertrauen in neo-monarchistische Machtübernahmen! – Stoppt den US-Imperialismus und den israelischen Kolonialismus!

Stoppt den Krieg gegen den Iran! Eskalationsspirale stoppen – Zurück zu Verhandlungen!

Die Bielefelder Friedensinitiative ruft auf zur Kundgebung

Montag, 02.03.2026 | 18 Uhr

Hauptbahnhof Bielefeld

Die Bielefelder Friedensinitiative verurteilt den völkerrechtswidrigen Angriff der Vereinigten Staaten und Israels auf den Iran und fordert sie auf, jegliche weitere Gewaltanwendung unverzüglich einzustellen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Die Militärschläge wurden von US-Präsident Donald Trump angeordnet, obwohl bei den Verhandlungen zum Atomprogramm konkrete Fortschritte erzielt wurden.

Der Konflikt bedroht das Leben einer großen Zahl von Zivilisten im Iran und in Israel. Angriffe auf iranische Einrichtungen könnten weitreichende Zerstörungen und erhebliche Freisetzungen von Radioaktivität verursachen. Die Situation könnte zu einem regionalen Krieg eskalieren und letztendlich zum Einsatz von Atomwaffen.

Die USA und Israel wollen mit ihrem Angriff offenbar einen Regime-Wechsel erzielen. Nach der gezielten Tötung des iranischen Führers könnte es z.B. zu einem Machtkampf innerhalb der der Führungseliten kommen oder auch zu einer Militärdiktatur der Revolutionsgarden, eine Elitetruppe, die über 150.000 bis 200.000 Mitglieder und verfügt sowie über eine eigene Armee, Marine und Luftwaffe.

In Bagdad hatte der Sturz von Sadam Hussein zu einem jahrelangen Bürgerkrieg mit tausenden Toten und Verletzen geführt. Es ist völlig unklar, welche Entwicklung jetzt im Iran folgt

Die Politik des gewaltsamen Regimewechsels führt nicht zur Demokratie. Und auch für das Problem der Weiterverbreitung von Atomwaffen gibt keine militärische Lösung insbesondere nicht im Nahen Osten. Frieden lässt sich nur mit friedlichen Mitteln schaffen.

4. Jahrestag Ukrainekrieg

Bundesregierung soll Friedens-verhandlungen konstruktiv begleiten

IPPNW-Pressemitteilung | 23.02.2026:

Anlässlich des 4. Jahrestages des Ukrainekrieges fordert die IPPNW von Bundesregierung und EU  einen Strategiewechsel in ihrer Ukrainepolitik. Sie sollten die derzeit stattfindenden Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine unter der Leitung der USA durch eigene diplomatische Vorschläge konstruktiv begleiten. Die Friedensorganisation fordert die Bundesregierung auf, ihre Politik am Schutz von Leben und Gesundheit der Menschen auszurichten. Kriegstüchtigkeit und Hochrüstung schaffen keine Sicherheit. Dazu gehört, dass die Bundesregierung und die EU wieder eigene Gesprächskanäle und Dialogformate und diplomatische Kontakte mit Russland initiiert oder reaktiviert.  

Deutschland solle sich zudem innerhalb der NATO für ein gesichertes Ende der NATO-Osterweiterung einsetzen, eingebettet in das Prinzip der Gemeinsamen Sicherheit, das sowohl die Sicherheitsinteressen Russlands als auch jene der Ukraine berücksichtigt. Wenn die Verhandlungsbemühungen des US-Präsidenten scheitern sollten, droht die Ausweitung des Krieges und das Risiko einer nuklearen Eskalation steigt weiter. 

„Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine muss angesichts der katastrophalen humanitären Folgen für die Soldaten, die Zivilbevölkerung und die Umwelt schnellstmöglich beendet werden. Aufrüstung und Militarisierung schaffen keine Sicherheit, sondern instabile Systeme und nicht beherrschbare Risikosituationen – bis zur Gefahr eines Atomkrieges. Die Welt braucht Kooperation statt militärischer Konfrontation. Sie braucht Rüstungskontrolle und Abrüstung, nuklear wie konventionell, im Rahmen von gemeinsamer Sicherheit und planetarer Gerechtigkeit“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen. 

Hände weg von Venezuela!

Die Friedensinitiative Bielefeld/OWL hatte für Sonntag 16 Uhr aufgerufen, die Demo gegen den Angriff der USA auf Venezuela zu unterstützen. Initiiert hatte die SDAJ diese Demonstration am Hauptbahnhof in Bielefeld, zu der rund 200 Menschen aus unterschiedlichen Organisationen kamen. Sie verurteilten einheitlich die verbrecherische Militärintervention der USA in Venezuela und die gewaltsame Entführung von Präsent Maduro und seiner Frau. Den zahlreichen Opfern dieser sinnlosen Machtdemonstration wurde dabei gedacht und es wurde mehrfach eine friedliche und diplomatische Auseinandersetzung mit den Konflikten in Venezuela gefordert.

Rede von Inge Höger, Friedensinitiative Bielefeld:

Liebe Friedensfreund*innen, liebe Genoss*innen!

Wir sind heute hier, um die verbrecherische Militärintervention der USA in Venezuela zu verurteilen und dagegen zu protestieren!

Die Bombardierung venezolanischer Städte und Einrichtungen in Caracas sowie die gewaltsame Entführung des Präsidenten Maduro und seiner Frau durch die US-Regierung sind Staatsterrorismus.

Wir verurteilen die Militärintervention der USA!

Seit Jahren verhängen die USA Sanktionen gegen Venezuela und noch länger gegen Kuba und andere Länder, um sie zu destabilisieren und einen Regime-Change herbeizuführen. Seit Wochen bedrohte US-Präsident Trump Venezuela und lies Schiffe  angeblicher Drogenschmuggler versenken. Dabei wurden schon über 110 Menschen illegal getötet. Die USA verhängten eine Seeblockade und kaperten Tanker mit venezolanischem Öl. Die USA lies eine gigantische Armada von Kriegsschiffen in der Karibik zusammenziehen. Die USA sind bis an die Zähne bewaffnet und die größte Militärmacht der Welt!

Wir lehnen Militarisierung und Kanonenbootdiplomatie ab!

Präsident Trump lies nie einen Zweifel daran aufkommen, worum es ihm wirklich geht. Er will die größten Ölreserven der Welt für die USA sichern. Dies will er durch einen Regime-Change erreichen. Nicht nur Venezuela hat die US-Regierung dabei im Blick. Die USA wollen sich die Vorherrschaft über Mittel- und Südamerika, über den gesamten Kontinent sichern.

Für uns ist klar, der Angriff auf Venezuela und die Entführung Maduros durch die USA sind nicht hinnehmbar!

Wir verteidigen die Souveränität und das Selbstbestimmungsrecht der Völker und auch der Menschen in Venezuela und lehnen jede militärische Einmischung ab!

Der US-Imperialismus war in den letzten 100 Jahren an jedem Sturz einer Regierung in seinem von ihm beanspruchten Hinterhof beteiligt. Nicaragua, El Salvador, Panama, Haiti, Grenada und Chile, überall haben die US-Armee oder die CIA mitgemischt. Besonders der Sturz des Chilenischen Präsidenten Allende durch den Diktator Pinochet und die Folterung und Ermordung Tausender ist vielen in Erinnerung geblieben.

Seit 200 Jahren formulieren die USA mit der berühmten Monroe-Doktrin ihren Machtanspruch über die Region. Trump hat die Monroe-Doktrin erneut zum Leitbild der US-Politik erhoben. Er will den Zugriff auf die Ressourcen in Mittel- und Südamerika und er will den Einfluss Chinas in der Region zurückdrängen. Weitere militärische Interventionen in alle Länder, die sich dem Machtanspruch der USA entziehen, sind angekündigt.

Imperialistische Bevormundung und Einmischung lehnen wir ab!

– Wir verurteilen die US-Militärintervention. Sie ist ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht!

– Wir verteidigen das Recht auf Souveränität und das Selbstbestimmungsrecht der Völker! Das Schicksal Venezuelas muss ausschließlich vom venezolanischen Volk durch demokratische und friedliche Maßnahmen entschieden werden!

– Wir fordern die sofortige Freilassung von Präsident Nicolas Maduro und seiner Frau!

– Wir fordern ein Ende der militärischen Angriffe, der Blockade und der US-Sanktionen!

– Hände weg von Venezuela!

Stellungnahme der Friedensinitiative Bielefeld/OWL zur Antisemitismusdebatte

Bielefeld, den 22.12.2025

Zum Vortrag von Andreas Stahl am 8.12.2025

Die Friedensinitiative Bielefeld/OWL ist sich mit allen weiteren Stimmen zu den Umständen des Vortrages von Andreas Stahl einig, dass Antisemitismus und Rassismus in jeder Form verurteilt werden müssen. Jüdisches, wie auch muslimisches und christliches Leben gehören zu Deutschland und Bielefeld und müssen frei und ohne Bedrohung und Diskriminierung gelebt werden können.

Ein weiterer unverhandelbarer Grundsatz der Friedensinitiative ist der Einsatz für Frieden, für die Wahrung der Menschenrechte und das Völkerrecht gemäß der Charta der Vereinten Nationen und dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

Unter diesen Gesichtspunkten ist das Massaker vom 7.10.2023 in Israel absolut zu verurteilen.

Ebenso ist die völkerrechtswidrige israelische Besatzung des Westjordanlandes, des Gazastreifens und Ostjerusalems seit 1967 mit Vertreibungen, Ermordungen und Inhaftierungen von PalästinenserInnen zu verurteilen.Unter diesen Gesichtspunkten ist ebenso die Kriegsführung Israels in Gaza absolut zu verurteilen und mit keinem Anspruch auf Selbstverteidigung zu rechtfertigen.

Die Kriegsverbrechen, die Israel belegbar vorgeworfen werden, sind (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

– die vollständige Zerstörung des Lebensraums von 2,5 Millionen Menschen in Gaza.

– die vorsätzliche Ermordung von Kindern und erwachsenen Zivilpersonen.

– die vorsätzliche Ermordung von Klinik- und Rettungspersonal.

– die vorsätzliche Ermordung von JournalistInnen.

– die systematische Anwendung von Hunger als Mittel der Kriegsführung.

– die systematische Verhinderung humanitärer Hilfe als Kriegsführung.

– die pausenlosen Aufrufe von Regierungsangehörigen zur Vernichtung palästinensischen Lebens.

Nach den Beurteilungen zahlreicher Genozidforscher sind hiermit die Kriterien für die Feststellung eines Völkermordes erfüllt (siehe hierzu Omer Bartov, https://www.fr.de/kultur/gesellschaft/gaza-krieg-genozid-forscher-omer-bartov-im-interview-93867077.html ).

Protest und Widerstand gegen diese Verbrechen entspricht den Verpflichtungen, die sich aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ergeben. Das Eintreten für Menschen- und Völkerrechte und die Verteidigung der Institutionen, die hierfür geschaffen wurden, die Vereinten Nationen mit dem Internationalen Gerichtshof und der Internationale Strafgerichtshof, sind die unveräußerlichen Verpflichtungen des deutschen Volkes als Lehre aus dem Faschismus.

Wie kann nun diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe erfüllt werden, ohne dass sie unter Antisemitismusverdacht gerät? Diese Frage ist bisher unbeantwortet und eine Annäherung ist nur durch die Objektivierung von Beobachtungen möglich.

Einige Beispiele falscher Verdächtigungen und ihrer Richtigstellungen:

– Gerichte haben festgestellt, dass das Tragen einer Kufyia kein Zeichen für Antisemitismus oder Sympathie für die Hamas ist.

– Es ist gerichtlich entschieden, dass der Ruf „Free Palastine“ nicht als antisemitisch zu bewerten ist.

– Das Verbot des Palästina- Kongresses in Berlin im Jahre 2024 und das Einreiseverbot für Yanis Varoufakis zu diesem Kongress wurden gerichtlich als unrechtmäßig festgestellt.

Wenn das Tragen der Kufiya, der palästinensischen Fahne oder der Ruf „Free Palastine“ trotzdem immer wieder als Beleg für eine vermeintlich antisemitische Haltung herangezogen werden, widerspricht dies gerichtlichen Entscheidungen und der Verdacht liegt nahe, dass auf diese Weise Kritik an der Politik Israels unterdrückt werden soll.

Wie also korrekt diese Kriegsverbrechen anklagen und bekämpfen?

Michael Weber, Vorsitzender der deutsch- israelischen Gesellschaft Bielefeld hat Gespräche angeboten (NW vom 16.12.25). Die Friedensinitiative, aber auch uns bekannte Personen mit palästinensischen Wurzeln sind zu solchen Gesprächen bereit.

Der Bielefelder Appell für den Frieden (zu finden unter: bielefelder-friedensini.de) möchte genau diese Initiative unterstützen und in unserer Stadt Dialogebenen schaffen, um Menschen, die von Krieg und Gewalt betroffen sind, in Bielefeld Stimme zu geben und Solidarität und Hilfe wachsen zu lassen.

Für Bielefeld wäre ein Gesprächsformat, das israelische, jüdische und palästinensische Stimmen mit Respekt und Umsicht zusammenbringt, ein Meilenstein. Herr Weber, wir nehmen Sie beim Wort.

Für die Friedensinitiative Bielefeld/OWL

Dr. med Angelika Claußen und Monika Greve